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ZDF-Umfrage vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: AfD weiter ohne absolute Mehrheit
Drei Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sieht eine ZDF-Umfrage weiterhin keine absolute Mehrheit für die klar führende AfD. In der am Donnerstag in Mainz veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen kommt die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei auf 41 Prozent und damit auf einen Prozentpunkt mehr als in der vergangenen Woche. Mit unverändert 23 Prozent folgt die regierende CDU von Ministerpräsident Sven Schulze.
Die Linke wird bei elfeinhalb Prozent gesehen - ein Minus von eineinhalb Punkten zur Vorwoche, während die SPD einen halben Punkt auf achteinhalb Prozent verliert. Die Grünen erreichen unverändert sechs Prozent und haben damit eine Chance auf den Wiedereinzug in den Magdeburger Landtag.
Das BSW gewinnt einen Punkt hinzu, würde mit vier Prozent aber weiter an der Fünfprozenthürde scheitern. Die FDP würde mit unverändert drei Prozent aus dem Landesparlament ausscheiden. Befragt wurden von Dienstag bis Donnerstag 1044 Wahlberechtigte in Sachsen-Anhalt.
Eine Umfrage des Instituts Infratest dimap für die ARD hatte in der vergangenen Woche 42 Prozent für die AfD und 22 Prozent für die CDU ergeben. Auch im Landtag gesehen wurden die Linke mit elf Prozent, die SPD mit acht Prozent und die Grünen mit sechs Prozent, die FDP und das BSW hingegen nicht.
Die AfD strebt nach der Wahl am Sonntag eine Alleinregierung in Sachsen-Anhalt an und will erstmals einen Ministerpräsidenten in einem Bundesland stellen. Ob dies gelingt, hängt auch davon ab, wie viele Parteien insgesamt in den Landtag einziehen. Koalitionen mit der AfD schließen die anderen Parteien aus.
Denkbar ist eine von der Linken geduldete Minderheitsregierung aus CDU, SPD und Grünen. Laut ZDF wissen aber 26 Prozent noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen. Der Fehlerbereich wurde bei einem Anteilswert von 40 Prozent mit gut drei Punkten und bei zehn Prozent mit gut zwei Punkten in beide Richtungen angegeben.
Bei der Frage, welche Partei die nächste Landesregierung anführen sollte, sprechen sich 50 Prozent für die CDU und 37 Prozent für die AfD aus. Im Direktvergleich der Spitzenkandidaten käme Ministerpräsident Schulze bei einer Direktwahl auf 48 Prozent, für AfD-Herausforderer Ulrich Siegmund würden 34 Prozent votieren.
Bei der Wahl von 2021 kam die CDU auf 37,1 Prozent vor der AfD mit 20,8 Prozent. Die Linke erreichte 11,0 Prozent und die SPD 8,4 Prozent. Auch in den Landtag kamen die FDP mit 6,4 Prozent und die Grünen mit 5,9 Prozent. Andere Parteien kamen zusammen auf 10,4 Prozent. Derzeit regiert die CDU mit der SPD und der FDP.
H.Weber--VB