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Trumps Name nach richterlicher Entscheidung von Internetseite des Kennedy Centers entfernt
Nach einer richterlichen Anordnung, wonach der Name von US-Präsident Donald Trump von der Fassade des einst renommierten Kennedy Centers in Washington wieder verschwinden muss, ist dieser von der Webseite des Kulturzentrums bereits entfernt worden. Am Montag war der Name des amtierenden US-Präsidenten nicht mehr auf der Internetseite zu sehen, wo er zuvor neben dem Namen von Ex-Präsident John F. Kennedys gestanden hatte.
Auf dem Gebäude selbst ist der Name nach wie vor noch zu lesen. Dort steht seit Dezember: "Das Donald J. Trump und das John F. Kennedy-Gedenkzentrum für die darstellenden Künste."
Ein Bundesrichter hatte Ende Mai entscheiden, dass die von Trump vorgenommene Hinzufügung seines Namens rechtswidrig sei, da allein der US-Kongress das Recht zur Umbenennung habe. Er ordnete an, dass Trump seinen Namen binnen zwei Wochen von der Fassade des Kulturzentrums entfernen lassen müsse. Er stoppte zudem vorerst den Plan des Präsidenten, die Einrichtung ab dem Nationalfeiertag am 4. Juli für zwei Jahre zu schließen. Trump hatte den Schritt mit umfangreichen Renovierungsarbeiten begründet.
Nach seinem Amtsantritt vor rund 16 Monaten hatte Trump die Leitung des Kennedy Centers entlassen und ein neues Direktorium unter seinem Vorsitz eingesetzt. Dieses beschloss dann im Dezember, Trumps Namen auf der Fassade über den des früheren Präsidenten John F. Kennedy zu setzen.
Trump reagierte empört auf die Entscheidung des Richters. Dieser "und die radikale Linke ziehen es vor, dass (das Kennedy Center) stirbt, anstatt zu erleben, wie Präsident Trump es in etwas verwandelt, worauf jeder hätte stolz sein können", schrieb er in seinem Onlinedienst Truth Social.
Zugleich kündigte er seinen Rücktritt vom Vorsitz des von ihm eingesetzten Direktoriums an.
Nach der Ermordung von Präsident Kennedy 1963 war das Kulturzentrum zu seinen Ehren in Washington errichtet und 1971 eröffnet worden. Trump hatte es nach seiner Wiederwahl als linke, "woke" Institution bezeichnet und ein "patriotisches" Kulturprogramm angekündigt.
Als Reaktion sagten in den vergangenen Monaten allerdings zahlreiche Künstlerinnen und Künstler ihre Auftritte im Kennedy Center ab. US-Medien zufolge fiel der Kartenverkauf auf den niedrigsten Stand seit der Corona-Pandemie. Trump-Kritiker hatten befürchtet, er könnte das Kennedy Center nach der nun vom Richter suspendierten Schließung entweder abreißen lassen oder für andere Zwecke umwidmen.
M.Betschart--VB