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Labour-Partei in Malta steuert nach Wahl auf historische vierte Amtszeit zu
Die regierende Labour-Partei von Ministerpräsident Robert Abela hat laut Hochrechnungen die vorgezogene Parlamentswahl in Malta gewonnen. Im Auszählungszentrum in Naxxar brach am Sonntagmorgen Jubel aus, als Beamte das Ergebnis verkündeten. An mehreren Orten der zur Europäischen Union gehörenden Mittelmeerinsel wurde Feuerwerk gezündet.
Abela hatte die im ein Jahr vorgezogene Parlamentswahl im April ausgerufen. Der 48-Jährige begründete dies damit, dass seine Regierung angesichts geopolitischer Krisen ein neues Mandat benötige, um den stark von Importen abhängigen Inselstaat zu schützen.
Abela steht seit 2020 an der Spitze der maltesischen Regierung. Die oppositionelle Nationalistische Partei war mit ihrem 30 Jahre alten Vorsitzenden Alex Borg angetreten. Der Anwalt und einstige "Mr. World Malta" hatte die Wählerinnen und Wähler zu einem politischen Wechsel aufgerufen.
Malta, der kleinste und am dichtesten besiedelte Mitgliedstaat der Europäischen Union, verzeichnete im vergangenen Jahr ein Wirtschaftswachstum von 4,0 Prozent. Die Wirtschaft ist stark von Tourismus, Onlineglücksspiel und Finanzdienstleistungen abhängig. Zugleich gibt es Sorgen über Korruption, zu starke Bebauung, steigende Belastungen für Infrastruktur und öffentliche Dienste sowie mögliche Folgen des Iran-Kriegs für Tourismus und Inflation.
Die Wahl hatte am Samstag stattgefunden. Die Stimmzettel wurden aber erst am Sonntag ausgezählt, nachdem sie über Nacht zum zentralen Auszählungszentrum nach Naxxar gebracht worden waren.
F.Mueller--VB