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FDP-Kandidaturen: Kubicki und Höne wollen nicht als Gegner verstanden werden
Die beiden Kandidaten für den FDP-Parteivorsitz, Wolfgang Kubicki und Henning Höne, wollen nicht als Gegner verstanden werden und haben ihr gemeinsames Ziel einer starken FDP betont. "Wir kandidieren nicht gegeneinander, sondern um das gleiche Ziel", sagte Kubicki am Sonntag bei einer Veranstaltung der FDP, bei der sich die Kandidaten in kurzen Reden vorstellten. Höne äußerte sich wortgleich und wies einen Machtkampf zurück.
Beide Politiker warben ungeachtet dessen für sich an der Spitze der Liberalen, die beim baldigen Parteitag neu gewählt werden soll. Der 74-jährige Kubicki sagte, sein Antrieb sei, dass die FDP bereits für tot erklärt worden sei. "Da habe ich mir gedacht, du bist doch noch gar nicht tot", sagte Kubicki. Ihm gehe es darum, "die FDP wieder zu einer bedeutenden politischen Kraft in Deutschland zu machen". Denn: "Wir sind bedeutend."
Es brauche eine "starke marktwirtschaftliche Kraft in Deutschland, damit die Wirtschaft wieder funktionieren kann", fuhr der frühere Bundestagsvizepräsident fort. Wenn die Partei dem Angebot seiner Kandidatur folge, sei er glücklich. "Und wenn die Partei dem nicht folgt, bin ich auch glücklich. Vor allen Dingen ist meine Frau dann glücklich."
Der 39-jährige Höne sagte in seiner kurzen Rede, der sich eine Diskussion anschloss, er ziehe aus dem Wettbewerb um den Vorsitz "eine positive Energie". Die FDP stecke in einer tiefen Vertrauenskrise und für neues Vertrauen brauche es "neue Köpfe". "Und es braucht vor allen Dingen eine Parteiführung, die die ganze Partei im Blick hat, die zusammenführt."
Die "Feinde der Freiheit" säßen nicht in den eigenen Parteitagssälen, sondern seien außerhalb dieser Säle unterwegs, sagte Höne. "Egal, ob sie von links kommen, bevormundend, ob sie von rechts kommen, mit Härte, oder ob sie aus der bequemen Mitte kommen, die so status-quo-verliebt ist, dass das ganze Land unter dem Mehltau leidet."
Die FDP war im vergangenen Jahr aus dem Bundestag und im März aus den Landtagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ausgeschieden. Nach den Niederlagen bei den Landtagswahlen hatte Parteichef Christian Dürr seinen Rücktritt erklärt. Bislang haben Kubicki und Höne ihre Kandidatur für seine Nachfolge erklärt.
H.Weber--VB