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Papst Leo XIV. beendet Afrikareise mit Freiluftmesse in Äquatorialguinea
Papst Leo XIV. hat seine elftägige Afrikareise mit einer Freiluftmesse in Äquatorialguinea beendet. Vor 30.000 Menschen zelebrierte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Donnerstagmorgen einen Gottesdienst in einem Stadion in Malabo, der ehemaligen Hauptstadt des zentralafrikanischen Staates. Es war die erste größere Auslandsreise seit dem Amtsantritt von Leo XIV. im Mai vergangenen Jahres.
Wie in den drei vorherigen Stationen seiner Afrikareise in Algerien, Angola und Kamerun hatte der Papst auch im autoritär regierten Äquatorialguinea soziale Ungleichheit kritisiert und zu "Recht und Gerechtigkeit" aufgerufen. Am Mittwoch war er vom 83 Jahre alten Langzeitherrscher Teodoro Obiang Nguema empfangen worden, der sich 1979 an die Macht geputscht hatte und das ölreiche Land mit eiserner Hand regiert. Obiang ist das am längsten amtierende nicht-monarchische Staatsoberhaupt der Welt.
Bei einem Besuch in dem berüchtigten Bata-Gefängnis in Malabo am Mittwoch wurde Leo XIV. von hunderten kahlrasierten Häftlingen begrüßt. Der Papst verurteilte die "beunruhigenden hygienischen und sanitären" Bedingungen für die Gefangenen in der ehemaligen spanischen Kolonie.
Sein auf der Afrika-Reise immer wieder geäußerter Ruf nach sozialer Gerechtigkeit, Frieden und Respekt für die Menschenwürde markiert einen Wechsel im bislang eher zurückhaltenden Auftreten des Papstes. Wiederholt prangerte der 70-Jährige Ungerechtigkeit, Korruption und die ungerechte Ausbeutung natürlicher Rohstoffe durch "Tyrannen" an.
In einem für ihn neuen offenen Stil verurteilte Leo XIV. diejenigen, "die im Namen des Profits weiter ihre Hände auf den afrikanischen Kontinent legen, um ihn auszubeuten und zu plündern."
Überschattet wurde die Reise durch Angriffe von US-Präsident Donald Trump gegen den als Robert Francis Prevost in den USA geborenen Papst. Trump bezeichnete Leo XIV. als "schwach", nachdem dieser zu einem Ende des Irankriegs aufgerufen hatte.
F.Fehr--VB