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Erdogan: Krieg in Golfregion schwächt zunehmend auch Europa
Der Iran-Krieg führt nach den Worten des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zunehmend auch zu einer Schwächung Europas. "Der Krieg in unserer Region beginnt, auch Europa zu schwächen, und wenn wir in diese Situation nicht mit einem friedensorientierten Ansatz eingreifen, werden die durch den Konflikt verursachten Schäden noch viel größer werden", sagte Erdogan am Mittwoch seinem Büro zufolge in einem Telefonat mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Zuvor hatte Erdogan bei einem Besuch von Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Ankara betont, die Türkei habe sich in dem durch die US-israelischen "Angriffe auf den Iran ausgelösten Prozess auf die Seite des Friedens und der Diplomatie gestellt".
"Die Aufrechterhaltung der transatlantischen Beziehungen ist von entscheidender Bedeutung, und die Türkei erwartet von der europäischen Komponente des Bündnisses, dass sie mehr Verantwortung übernimmt", sagte der türkische Präsident. "Es wäre kontraproduktiv, die europäischen Verbündeten, die nicht Mitglieder der EU sind, von den Verteidigungsinitiativen auszuschließen", fügte Erdogan hinzu.
Rutte erklärte seinerseits mit Blick auf die iranischen Raketenangriffe auf die Türkei, die Nato würde stets "das Notwendige" unternehmen, um die Türkei und ihre anderen Mitglieder zu verteidigen.
F.Fehr--VB