-
Frankreichs Parlament verabschiedet Werbeverbot für Wegwerfmode
-
Baby aus Klinik entführt: 18-jährige Verdächtige kommt vorläufig in Psychiatrie
-
In Thüringen getötete Frau: Tatverdächtiger in Polen festgenommen
-
Dutzende Tote bei schwersten pakistanischen Luftangriffen in Afghanistan seit Monaten
-
Fünf Tote nach Schüssen in Jugendhilfeeinrichtung in niedersächsischem Stade
-
Burnham kündigt Dezentralisierung der britischen Regierung bei Wahl zum Premier an
-
Starker Auftakt in Wimbledon: Maria in Runde zwei
-
Ehefrau nach Trennung erstochen: Zwölf Jahre Haft wegen Totschlags in Hannover
-
Maresca wird Guardiola-Nachfolger bei Manchester City
-
Warten auf das "große Paket": Koalitionsausschuss soll Durchbruch bringen
-
Suche in Erdbebenregion in Venezuela dauert an - Hoffnung auf weitere Überlebende sinkt
-
Vor Nato-Gipfel: Erdogan fordert "Einbindung" der Türkei in europäische Verteidigungsstruktur
-
Zweitwärmster Juni in Deutschland: Gewitter folgen auf historische Hitzewelle
-
Fünf Tote nach Schüssen in niedersächsischem Stade - Mutmaßlicher Schütze festgenommen
-
Linke dringt auf umfassende Konzepte zum Hitzeschutz
-
Syrien verurteilt Israels Vorstöße im Süden des Landes
-
Ukraine: Sieben Tote und mehr als 30 Verletzte bei russischen Angriffen
-
"Kurzsichtig und fatal": Steinmeier warnt vor Kürzung von Engagement für UNO
-
Freie Tankstellen erwarten Ansturm vor Auslaufen des Tankrabatts
-
Schließung für Renovierung: Cern-Teilchenbeschleuniger soll noch leistungsfähiger werden
-
Nach neuen Angriffen: Iran und USA machen widersprüchliche Angaben zu Verhandlungen
-
Offiziell: Bayerns Basketballer holen Gavel als Trainer
-
Rohr prophezeit Weltmeister aus Afrika: "Glaube ich ganz fest"
-
Chinas Handelsminister Wang auf Europa-Besuch: Peking und Brüssel suchen Dialog
-
Volvic wegen irreführender Werbung in Frankreich verurteilt
-
Bremer Verfassungsschutzbericht vorgestellt: Rechtsextremismus größte Gefahr
-
Iran: Erstes Treffen mit Oman zur Verwaltung von Straße von Hormus abgehalten
-
Ex-Akademieleiter Haupt kritisiert DFB: "Reicht nicht mehr"
-
Raubkopienportal movie2k: Justiz zieht Millionenbetrag von Verurteiltem ein
-
Zahl der Empfänger von Bafög für Fortbildungen leicht gesunken
-
"Kurzsichtig und fatal": Steinmeier warnt vor Verringerung des Einsatzes für UNO
-
Sehr gute Kirschenernte erwartet
-
Wadephul will mit Rubio über neue Lastenteilung in der Nato sprechen
-
Tausenden Hühnern droht Hitzetod: Polizei holt Tiertransporter aus Stau
-
"Historische" Hitze zieht ab: Wetterumschwung bringt Gewitter von Westen
-
Lineker: "Deutschland lebt in der Vergangenheit"
-
Chinas Staatschef Xi empfängt belarussischen Machthaber Lukaschenko in Peking
-
Dutzende Tote bei pakistanischen Luftangriffen in Afghanistan
-
Plus bei Rüstungsgütern: Staatliche Investitionen 2025 stark gestiegen
-
US-Soldaten bei der Öffnung von Hafen und Flughafen in Venezuela im Einsatz
-
US-Medien: Neue Gespräche zwischen den USA und Iran am Dienstag in Katar
-
Chinesischer Handelsminister Wang zu Gesprächen in Brüssel
-
Bundesaußenminister Wadephul trifft in Washington seinen US-Kollegen Rubio
-
Deutscher Abend beim Baseball: Neuendorf mit "First Pitch"
-
Islamabad: Pakistanische Armee greift Ziele im Osten Afghanistans an
-
"Bild": VW will Partnerschaft für autonomes Fahren mit Bosch beenden
-
Professionelle Galeriebeleuchtung jetzt auch mit Matter Technologie
-
Hunting/Her-Headhunter-Talk mit EnBW-Vorständin & CHRO Colette Rückert-Hennen
-
Wiesbadener Unternehmerin setzt mit Buchbeitrag Impuls für menschliche Führung im KI-Zeitalter
-
Britische Prinzessin Kate erklimmt drei Gipfel - Unterstützung für Krebshilfe
Eile bei Entlastungen: Koalition will Tankrabatt zum 1. Mai in Kraft setzen
Die Bundesregierung drückt bei der geplanten Entlastung an den Tankstellen aufs Tempo: Die vorübergehende Senkung der Mineralölsteuer soll im Eilverfahren von Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden. Anvisiert sei ein Inkrafttreten zum 1. Mai, sagte Unions-Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger (CDU) am Dienstag in Berlin. Bereits am Donnerstag soll der Bundestag erstmals über die Vorlage debattieren, kommende Woche soll er sie verabschieden. Die Opposition kritisierte die geplanten Maßnahmen und zog ihre Wirksamkeit in Zweifel.
Damit die Steuersenkung bis Anfang Mai umgesetzt werden könne, ist laut Bilger auch eine Sondersitzung des Bundesrats am 24. April nötig. Nach seiner Wahrnehmung seien jedenfalls die unionsregierten Länder bereit, die Sondersitzung anzusetzen. Auch auf SPD-Seite wurde Zustimmung signalisiert. Eine Sondersitzung der Länderkammer sei "grundsätzlich möglich, denn alle wollen ja eine schnelle Entlastung der Bürgerinnen und Bürger an der Zapfsäule", sagte die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe).
Der Koalitionsausschuss hatte wegen der stark gestiegenen Spritpreise infolge des Iran-Kriegs beschlossen, die Energiesteuer auf Benzin und Diesel für zwei Monate um 17 Cent je Liter zu senken. Zudem erhalten Arbeitgeber die Möglichkeit, Beschäftigten eine steuerfreie "Entlastungsprämie" von 1000 Euro zu zahlen.
Kritische Stimmen zu den Beschlüssen kamen auch aus der Union. Sachsens CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer kritisierte im ZDF die angekündigte, auf zwei Monate begrenzte Senkung der Mineralölsteuer als unzureichend. "Um Deutschland auf die Beine zu stellen, sind 17 Cent im Bereich Benzin nicht die Lösung."
Bei der geplanten steuerfreien 1000-Euro-Entlastungsprämie höre er zudem scharfe Kritik aus der Bevölkerung: Insbesondere Handwerker und Mittelständler würden dies als "Hohn" empfinden, sagte Kretschmer. Diese hätten als Arbeitgeber das Gefühl, dass der Bund damit etwas bei ihnen abladen wolle.
Ähnlich äußerte sich der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Florian Oest. "Die Senkung um 17 Cent ist ein erster Schritt, reicht aber bei weitem nicht aus", sagte er dem "Stern". Die Wirtschaft empfinde die Maßnahmen als "blanken Hohn" - insbesondere die 1000-Euro-Prämie: "Viele Betriebe können diese Erwartung angesichts ihrer ohnehin angespannten wirtschaftlichen Lage nicht erfüllen."
Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) wies darauf hin, dass der Bund selbst die Prämie wegen des großen Defizits nicht an seine Angestellten zahlen könne. "Ich sehe für den Bund aktuell keine Grundlage, eine entsprechende Prämie an seine Beschäftigten zu zahlen", sagte Spahn.
Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge setzte den Beschlüssen der Koalition eigene Vorschläge entgegen: Sie forderte wegen der aktuellen Energiekrise eine Senkung der Stromsteuer für alle Verbraucherinnen und Verbraucher sowie ein allgemeines Tempolimit. Die Absenkung der Stromsteuer wäre "eine Entlastung, die wirklich bei den Menschen ankommen würde", sagte Dröge in Berlin. Hingegen sei der von Union und SPD beschlossene Tankrabatt "unsinnig" und er "setzt die falschen Anreize".
AfD-Fraktionschefin Alice Weidel forderte einen umfassenden Abbau der Besteuerung von Energie. "Der größte Abzocker an der Zapfsäule ist der deutsche Fiskus", sagte sie in Berlin. "Ohne Steuern würde ein Liter Benzin weniger als einen Euro kosten."
Die Linke warf der Bundesregierung schlechtes Krisenmanagement vor. "Nach der Osterpause dachten wir, es wird voll durchgestartet", sagte Fraktionschef Sören Pellmann in Berlin. Die Pläne zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger reichten aber bei weitem nicht aus. "Das grenzt an Arbeitsverweigerung dieser Regierung."
SPD-Fraktionschef Matthias Miersch verteidigte das Maßnahmenpaket der Koalition wegen der hohen Energiepreise gegen Kritik. "Es ist gut, dass die Koalition die Kraft gefunden hat, gemeinsam zu handeln in einer solchen Krisenzeit", sagte Miersch in Berlin. Um der Schnelligkeit willen habe man bei den Beschlüssen allerdings "das Gießkannenprinzip an einigen Stellen in Kauf nehmen" müssen, sagte Miersch.
Zudem räumte er ein, dass die steuerfreie 1000-Euro-Prämie für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht für alle gelten werde. Der SPD-Fraktionschef appellierte aber an die Unternehmen, dieses Instrument für ihre Beschäftigten zu nutzen. Er pochte zudem erneut auf eine Übergewinnsteuer für Energiekonzerne und Verschärfungen des Kartellrechts.
D.Schlegel--VB