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Vorläufiges Ergebnis: Regierungskandidat Wadagni gewinnt Präsidentenwahl in Benin
Der von den beiden großen Regierungsparteien unterstützte Kandidat Romuald Wadagni hat dem vorläufigen Ergebnis zufolge die Präsidentenwahl in Benin gewonnen. Wadagni, der Finanzminister des westafrikanischen Landes ist, habe 94 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können, teilte die Wahlkommission in der Nacht zum Dienstag mit. Die Wahlbeteiligung lag demnach bei 58,75 Prozent.
Zuvor hatte bereits der einzige Oppositionskandidat Paul Hounkpè seine Niederlage eingestanden. Der frühere Kulturminister erklärte, da sich ein deutlicher Vorsprung seines Rivalen abzeichne, habe er sich für ein "verantwortungsbewusstes" Vorgehen entschieden.
Bei dem Urnengang am Sonntag waren fast acht Millionen Menschen aufgerufen, einen Nachfolger für Benins Staatschef Patrice Talon zu wählen, der nach zwei fünfjährigen Amtszeiten nicht mehr antreten durfte. Wadagni war als klarer Favorit ins Rennen gegangen. Talon hatte ihn im Wahlkampf unterstützt. Hounkè, Wadagnis einziger Gegenkandidat, war im Wahlkampf kaum in Erscheinung getreten.
Während Talons Regierungszeit hatte sich das Bruttoinlandsprodukt in dem westafrikanischen Land verdoppelt, das Wachstum lag bei mehr als sechs Prozent pro Jahr. Viele Menschen in Benin sehen in Finanzminister Wadagni den Architekten des Aufschwungs. Der Norden des Benin wird allerdings immer wieder von dschihadistischer Gewalt erschüttert. Im vergangenen Dezember war ein Putschversuch einer Gruppe von Militärs gegen Talon mit Unterstützung der nigerianischen Armee vereitelt worden.
A.Zbinden--VB