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Deutschland veranstaltet Konferenz zu Krieg im Sudan - Hoffen auf humanitäre Hilfe
Drei Jahre nach Beginn des verheerenden Bürgerkriegs im Sudan will die Bundesregierung als Gastgeberin einer internationalen Konferenz Bewegung in die verfahrene Lage bringen. Ziel der Veranstaltung am Mittwoch in Berlin sei es, "die Friedensbemühungen weiter voranzubringen und weitere dringend benötigte humanitäre Mittel für die notleidende Zivilbevölkerung in Sudan zu mobilisieren", sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Montag. Im Sudan spiele sich "die größte humanitäre Katastrophe dieser Welt mit einem unfassbarem Leid" ab.
Die Konferenz solle zudem Vertreterinnen und Vertreter der sudanesischen Zivilgesellschaft eine "Plattform" bieten, um über Wege "zu einer demokratisch legitimierten Nachkriegsordnung zu beraten", fügte die Sprecherin hinzu. Die aktuelle Lage in dem Bürgerkriegsland bezeichnete sie als schwierig: Im Moment sei "keine der beiden Konfliktparteien zu einem Waffenstillstand bereit" - trotz eines konkreten Vorschlags, den eine Vermittlergruppe aus den USA, Saudi-Arabien, Ägypten und den Vereinigen Arabischen Emiraten vorgelegt habe.
Bei der Konferenz in Berlin solle es auch um die Frage gehen, "wie wir weiter auf die wichtigen Akteure Einfluss nehmen können, auch auf regionale Akteure, die Einfluss auf das Kriegsgeschehen haben, und auf die Konfliktparteien", sagte die Sprecherin.
Die Außenamtssprecherin äußerte die Hoffnung, dass auf der Konferenz Hilfszusagen der Teilnehmerländer gesammelt werden. Eine genaue Summe wollte sie nicht nennen. Sie verwies darauf, dass Deutschland "weltweit einer der größten humanitären Geber im Sudan" sei. Im vergangenen Jahr habe die Bundesrepublik über 160 Millionen Euro für Sudan und seine Nachbarländer zur Verfügung gestellt.
Im Sudan, dem drittgrößten Land Afrikas, liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo einen erbitterten Machtkampf. Die Kämpfe halten seit April 2023 an und haben sich in den vergangenen Monaten intensiviert - dabei wurden wiederholt Drohnen eingesetzt, die bewohnte Gebiete, Schulen und Krankenhäuser trafen.
Durch den Krieg sind zehntausende Menschen getötet worden, mehr als elf Millionen Menschen wurden vertrieben. Der Konflikt hat zu einer der schlimmsten humanitären Krisen weltweit geführt. Der UNO zufolge weist das Vorgehen der RSF-Miliz im Sudan "die charakteristischen Merkmale eines Völkermords" auf. Bemühungen um eine Waffenruhe blieben bislang erfolglos.
L.Maurer--VB