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Ungarn: Orban gesteht Wahlniederlage ein und gratuliert Oppositionsführer Magyar
Der seit 16 Jahren in Ungarn regierende Ministerpräsident Viktor Orban hat seine Niederlage bei der Parlamentswahl eingestanden. "Die Wahlergebnisse sind, wenn auch noch nicht endgültig, klar. Für uns sind sie schmerzhaft, aber eindeutig", sagte Orban am Sonntagabend vor Journalisten.
"Uns ist nicht die Verantwortung und die Chance zum Regieren anvertraut worden. Ich habe der siegreichen Partei gratuliert", sagte der rechtsnationalistische Regierungschef weiter. Sein Herausforderer Peter Magyar schrieb im Onlinedienst Facebook: "Ministerpräsident Viktor Orban hat mich gerade angerufen, um uns zu unserem Sieg zu gratulieren."
Nach Auszählung von mehr als 53 Prozent der Stimmen kam Magyars konservative Partei Tisza auf 52,49 Prozent der Stimmen, während die rechtsnationale Fidesz von Orban bei 38,83 Prozent lag. Die international viel beachtete Richtungswahl in Ungarn verzeichnete eine Rekordbeteiligung von 77,8 Prozent.
Der Machtwechsel in Budapest hat voraussichtlich weitreichende Folgen für die Außenpolitik des zentraleuropäischen Landes und EU-Mitglieds: Während sich Orban seit Jahren auf Konfrontationskurs zu Brüssel befindet und trotz des Ukraine-Krieges gute Kontakte zum russischen Präsidenten Wladimir Putin unterhält, hat Magyar angekündigt, einen pro-westlichen Kurs zu verfolgen und Ungarn zu einem verlässlichen Nato- und EU-Partner zu machen.
L.Meier--VB