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Frankreich bezeichnet Irans Maut für Straße von Hormus als "inakzeptabel"
Frankeich hat die mögliche dauerhafte Erhebung einer Durchfahrtsgebühr für die Straße von Hormus abgelehnt. "Das ist inakzeptabel, weil die freie Schifffahrt in internationalen Gewässern ein Gemeingut ist, das nicht behindert oder mit Gebühren belegt werden darf", sagte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot am Donnerstag dem Sender France Inter.
Der Iran hatte sich im Zuge der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Waffenruhe bereit erklärt, die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Teheran will jedoch die Kontrolle über die wichtige Meerenge behalten und möglicherweise Maut für die Passage kassieren. Trump brachte ein US-iranisches "Joint Venture" ins Spiel, welches Mautgebühren erheben könne.
"Das würde niemand akzeptieren, weil es illegal ist", sagte Barrot dazu. "Internationale Gewässer sind frei für die Durchfahrt von Schiffen", bekräftigte er. Der Iran hatte die Meerenge im Persischen Golf seit Ende Februar weitgehend blockiert. Normalerweise verläuft durch die Straße von Hormus rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte.
Teherean verwies auf die Gefahr von Seeminen in der Straße von Hormus und empfahl alternative Routen nahe der iranischen Küste. Alle Schiffe, die die Straße von Hormus passieren wollen, sollten "zum Schutz vor Seeminen alternative Routen" nutzen, hieß es in einer von iranischen Medien am Donnerstag veröffentlichten Erklärung der Revolutionsgarden.
Eine der Routen verläuft zwischen der iranischen Küste und der Insel Larak. Die Schifffahrtszeitschrift "Lloyd’s List" bezeichnet diese Passage als "Teheraner Mautstelle".
Die USA und Iran hatten am Dienstagabend nach mehr als fünf Wochen Krieg eine von Pakistan vermittelte zweiwöchige Waffenruhe verkündet. Teheran sagte die Öffnung der Straße von Hormus im Rahmen der Waffenruhe-Vereinbarung zu.
C.Koch--VB