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US-Botschaft in Venezuela nach sieben Jahren wieder geöffnet
Nach rund siebenjähriger Schließung hat die US-Botschaft in Venezuela ihre Arbeit wiederaufgenommen. Das US-Außenministerium erklärte am Montag in Washington, damit werde ein neues Kapitel der diplomatischen Präsenz in Venezuela aufgeschlagen. Die Wiedereröffnung stärke die Fähigkeit der USA, "direkt mit der Übergangsregierung Venezuelas, der Zivilgesellschaft und dem Privatsektor zusammenzuarbeiten".
Bereits am 14. März war die US-Flagge vor der Botschaft gehisst worden. Die neue US-Geschäftsträgerin in Venezuela, Laura Dogu, sprach zu diesem Anlass vom Beginn einer "neuen Ära" genau sieben Jahre nach Entfernung der Flagge.
Venezuela hatte im März 2019 die diplomatischen Beziehungen zu den USA abgebrochen. Grund war die Weigerung der US-Regierung, die umstrittene Wiederwahl von Präsident Nicolás Maduro 2018 anzuerkennen. Seit der Schließung hatte die US-Vertretung für Venezuela vorübergehend ihren Sitz in der US-Botschaft in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá.
Der linksgerichtete Präsident Maduro war im Januar bei einem US-Militäreinsatz in Caracas gefangengenommen und nach New York gebracht worden. Dort soll ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.
US-Präsident Donald Trump hatte nach der Gefangennahme Maduros gesagt, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der USA. Anfang dieses Monats nahmen beide Staaten offiziell wieder diplomatische Beziehungen auf. In den vergangenen Wochen lockerte Washington zudem seine Sanktionen gegen Venezuela.
Venezuela wird derzeit von Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez geführt, die von Trump als "fantastisch" gelobt wurde. Rodríguez war Vizepräsidentin unter Maduro und wurde vom Obersten Gericht des Landes nach dessen Gefangennahme als Interims-Staatschefin eingesetzt.
A.Ammann--VB