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Äußerst selten: Erneute Geburt von Berggorilla-Zwillingen in DR Kongo
Im von bewaffneten Konflikten geplagten Osten der Demokratischen Republik Kongo hat sich zum zweiten Mal binnen weniger Monate eine äußerst seltene Zwillingsgeburt der vom Aussterben bedrohten Berggorillas ereignet. Bei den Zwillingen handle es sich vermutlich um einen männlichen und einen weiblichen Gorilla, erklärte die Leitung des Virunga-Nationalparks am Dienstag. Die Jungtiere stünden unter "enger Beobachtung" der Parkmitarbeiter.
Weltweit leben Schätzungen zufolge nur noch 1063 Berggorillas in freier Wildbahn, 350 davon lebten 2021 im Virunga-Nationalpark. Bei weniger als einem Prozent der Geburten kommen Zwillinge auf die Welt. Zuletzt hatte sich aber bereits im Januar eine weitere Zwillingsgeburt ereignet.
Der 7800 Quadratkilometer große Virunga-Park wurde 1925 gegründet und ist somit das älteste Naturschutzgebiet in Afrika. Der Park liegt im Osten der DR Kongo im Grenzgebiet zu Ruanda und Uganda. Einen Teil des Gebiets kontrolliert die von Ruanda unterstützte M23-Miliz. Die mit der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verbundene ADF-Miliz soll Waldgebiete im Park als Unterschlupf genutzt haben.
Der an Bodenschätzen reiche Osten der DR Kongo wird seit drei Jahrzehnten von Konflikten erschüttert. Anfang des Jahres war dort die M23 eingefallen, wodurch sich die Lage nochmals verschärft hatte. Im Zuge dieser Offensive hatte die M23 unter anderem die Großstädte Goma und Bukavu eingenommen. Tausende Menschen wurden bei den Kämpfen getötet.
D.Bachmann--VB