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Druck und Gremien-"Horror": Ex-SPD-Generalsekretär Kühnert blickt kritisch zurück
Der frühere SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert blickt rund eineinhalb Jahre nach seinem Rücktritt kritisch auf seine Amtszeit zurück. "Der Horror waren immer die Gremien-Montage", sagte Kühnert dem "Spiegel" laut Vorabmeldung vom Sonntag. Montags treffen sich in der Regel SPD-Vorstand und -Präsidium zu internen Beratungen in der Parteizentrale. Auch habe ihm der ständige Kommunikationsdruck in Berlin zugesetzt, sagte Kühnert weiter.
Ein Generalsekretär sei per se Generalist, sagte Kühnert. "In guten Zeiten heißt das, er hat das Recht, sich zu allem einzulassen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass man zu allem etwas sagen muss."
In den Sitzungswochen des Bundestags habe sich sein Kalender zudem wie von selbst gefüllt, berichtete der mittlerweile 36-Jährige. Abends habe er sich gefragt, was er "heute eigentlich bewirkt" habe, fügte er hinzu.
Seine Amtszeit als SPD-Generalsekretär während der Ampelregierung unter Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sei "bilderbuchartig" für einen Zustand gewesen, bei dem er "zur Flipperkugel der Entwicklung" geworden sei.
Kühnert war im Oktober 2024 nach etwa drei Jahren überraschend als Generalsekretär der SPD zurückgetreten. Heute arbeitet er unter anderem für die Organisation Finanzwende, die sich nach eigenen Angaben für faire und nachhaltig stabile Finanzmärkte einsetzt. Außerdem ist er Mitglied in einer Rentenkommission des Deutschen Gewerkschaftsbunds.
I.Stoeckli--VB