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Israel bereitet Ausweitung des Einsatzes im Libanon vor
Israel bereitet nach den Worten von Verteidigungsminister Israel Katz darauf vor, seinen Militäreinsatz im Libanon auszuweiten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und er hätten die Armee angewiesen, die Ausweitung des Einsatzes in dem nördlichen Nachbarland vorzubereiten, sagte Katz laut einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung seines Ministeriums. Die Streitkräfte sollten zudem dafür sorgen, dass in Nordisrael wieder "Ruhe und Sicherheit" einkehre.
Katz habe den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun gewarnt, dass Israel Gebiete im Südlibanon einnehmen und dort selbst für Sicherheit sorgen werde, falls die libanesische Regierung nicht in der Lage sein sollte, den Südlibanon zu kontrollieren und die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz davon abzuhalten, den Norden Israels zu bedrohen und anzugreifen.
Der israelischen Armee zufolge griffen die Hisbollah und der Iran in der Nacht zum Donnerstag erneut an. Die libanesische Miliz habe mit rund 200 Raketen und 20 Drohnen angegriffen, sagte Armeesprecher Nadav Shoshani. Aus dem Iran seien zugleich mehrere ballistische Rakete abgefeuert worden.
Der Raketenangriff der Hisbollah sei der größte seit Beginn des Iran-Krieges, sagte Shoshani weiter. Dank der "guten Luftabwehr und schnellen Reaktion" des isralischen Miltärs habe es lediglich "zwei oder drei direkte Angriffe" gegeben. Einige wenige Zivilisten seien leicht verletzt worden.
Unterdessen erhöhte sich die Zahl der Todesopfer nach dem israelischen Angriff auf das Küstengebiet Ramlet al-Baida in Beirut auf acht, wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilte. Weitere 31 Menschen wurden demnach verletzt.
Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP, der vor Ort war, sah in Ramlet al-Baida mehrere beschädigte Fahrzeuge und Blutflecken auf dem Bürgersteig. Der Bereich wurde abgesperrt. Eine Augenzeugin sagte, sie habe mehrere Leichen gesehen. Die Frau hatte in einem Zelt in der Nähe übernachtet, da sie vor israelischen Angriffen in einer anderen Gegend im Libanon geflohen war.
Seit Beginn der Luftangriffe Israels und der USA auf den Iran Ende Februar ist auch der Konflikt zwischen Israel und der pro-iranischen Schiiten-Miliz Hisbollah im Libanon wieder eskaliert. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei Angriffen im Libanon in den vergangenen Tagen mehr als 630 Menschen getötet. Mindestens 800.000 Menschen wurden demnach vertrieben.
C.Koch--VB