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Französische Unicef-Mitarbeiterin bei Angriff im Osten der DR Kongo getötet
Bei einem Luftangriff auf die von einer Miliz kontrollierte Stadt Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist eine französische Mitarbeiterin des UN-Kinderhilfswerks Unicef getötet worden. Dies teilte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Mittwoch im Onlinedienst X mit. Er mahnte zugleich zur "Achtung des humanitären Völkerrechts und der Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, die sich dafür einsetzen, Leben zu retten".
Bei den Luftangriffen auf Goma in der Nacht zum Mittwoch wurden noch mehrere weitere Menschen getötet, wie die Nachrichtenagentur AFP von Hilfsorganisationen erfuhr. Einwohner berichteten von Drohnengeräuschen und Explosionen in mehreren Wohngegenden der Stadt nahe der Grenze zu Ruanda, die die von Ruanda unterstützte Miliz M23 im vergangenen Jahr unter ihre Kontrolle gebracht hatte. Mindestens ein Haus wurde weitgehend zerstört, wie ein AFP-Journalist sah.
Weder Opferzahlen noch die Herkunft der Angriffe ließen sich zunächst unabhängig bestätigen. Die kongolesische Armee ist mehrere hundert Kilometer von Goma entfernt stationiert, greift aber immer wieder mit Drohnen Stützpunkte der M23-Miliz an. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen setzt die M23-Miliz ebenfalls Drohnen mit Sprengladung ein.
Ein von US-Präsident Donald Trump im Dezember vermitteltes Friedensabkommen hatte bislang nur wenig Auswirkungen in der rohstoffreichen Region im Osten der DR Kongo. Die Region wird seit drei Jahrzehnten immer wieder von Gewalt erschüttert. Mehrere Waffenstillstandsabkommen wurden in dieser Zeit geschlossen und nach kurzer Zeit wieder ignoriert.
In der Region gibt es zahlreiche Bodenschätze, unter anderem Coltan, das für Mobiltelefone und Batterien für E-Autos genutzt wird. Anfang März hatten die USA Sanktionen gegen die ruandische Armee wegen ihrer Unterstützung für die M23 angekündigt. Ruanda bestreitet, der M23 militärische Unterstützung zu leisten.
D.Schlegel--VB