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Mehr als drei Jahre Haft wegen Schleusung dutzender Menschen in Bayern
Das Landgericht im bayerischen Traunstein hat einen 29-Jährigen wegen des Einschleusens dutzender Ausländer zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er zudem wegen der Schleusung mittels lebensgefährdender Behandlung, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch mitteilte. Demnach wurde das Urteil am Freitag verkündet.
Die zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass der 29-Jährige im September 2023 zusammen mit fünf weiteren bereits rechtskräftig verurteilten Mittätern Menschen von Österreich nach Deutschland geschleust hatte. Sie teilten sich die Arbeit auf. Während die einen die Kleinbusse fuhren, überprüften die anderen vorab als sogenannte Scoutfahrer die Strecke auf Polizeikontrollen.
Der 29-Jährige handelte in allen angeklagten Fällen laut Urteil als Scoutfahrer. Konkret ging es um drei Fälle aus dem September 2023. Dabei wurden insgesamt 52 Menschen geschleust. Am 21. September 2023 fanden spätabends zwei Schleuserfahrten statt.
Bei beiden Fahrten befanden sich jeweils mehr Menschen in den Fahrzeugen, als es Sitzplätze gab. Dadurch nahm der 29-Jährige billigend in Kauf, dass es bei einer starken Bremsung zu lebensgefährlichen Verletzungen hätte kommen können. Die dritte Fahrt fand am 21. September 2023 frühmorgens statt.
S.Leonhard--VB