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SPD in Rheinland-Pfalz setzt ganz auf Schweitzer - AfD erhofft sich Rückenwind
Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg will die SPD im Nachbarland Rheinland-Pfalz bis zum Urnengang in zwei Wochen weiterhin ganz auf ihren Spitzenkandidaten Alexander Schweitzer setzen. Die Aufholjagd des Grünen-Kandidaten Cem Özdemir in Baden-Württemberg "zeigt deutlich - am Ende kommt es auf den richtigen Kandidaten an", erklärte der Generalsekretär der rheinland-pfälzischen SPD, Gregory Scholz, am Sonntag in Mainz.
Schweitzer vereine als amtierender Ministerpräsident "Erfahrung, Kompetenz und breite Unterstützung im Land". "Auch in Rheinland-Pfalz kommt es auf die richtige Persönlichkeit an", betonte Scholz. In den kommenden zwei Wochen bis zur Landtagswahl am 22. März kämpften die Sozialdemokraten daher "weiter mit voller Kraft für Alexander Schweitzer und eine starke SPD".
Laut Hochrechnungen von ARD und ZDF gewannen die Grünen die Landtagswahl in Baden-Württemberg vom Sonntag knapp vor der CDU. Damit steuerte Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir auf den Einzug in die Staatskanzlei zu. Auf dem dritten Platz folgte die AfD, die ihr Ergebnis der Landtagswahl 2021 nahezu verdoppelte. Die SPD rutschte auf ein historisches Tief ab. FDP und Linke verpassten den Landtagseinzug voraussichtlich. Vor allem SPD und FDP beklagten, dass sie das Kandidatenduell zwischen Grünen und CDU Stimmen gekostet habe.
Die AfD in Rheinland-Pfalz erhofft sich wiederum Rückenwind vom Abschneiden der Partei am Sonntag im Nachbarland. AfD-Spitzenkandidat Jan Bollinger erklärte, dies sei "ein starkes Signal aus Baden-Württemberg". Jetzt komme es darauf an, den Wunsch nach politischer Veränderung "auch in Rheinland-Pfalz in eine klare Entscheidung zu verwandeln".
In Rheinland-Pfalz lagen in einer Umfrage von Ende Februar CDU und SPD etwa gleichauf - die Christdemokraten bei 28 Prozent und die Sozialdemokraten bei 27 Prozent. Die AfD kam mit 19 Prozent auf Platz drei. Die Grünen lagen bei neun Prozent. Die Linke kam auf fünf Prozent, ebenfalls die Freien Wähler. Alle übrigen Parteien erreichten in der Umfrage zusammen sieben Prozent, darunter auch die FDP.
E.Gasser--VB