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Erneut Angriffe aus Kuwait, Katar und Saudi-Arabien gemeldet
Die Golfstaaten Kuwait, Katar und Saudi-Arabien haben am Sonntag erneut Angriffe mit Raketen und Drohnen gemeldet. Kuwait habe "auf feindliche Drohnen reagiert, die in den Luftraum des Landes eingedrungen waren", erklärte die Armee des Landes. Am internationalen Flughafen Kuwaits seien Treibstofftanks mit Drohnen angegriffen worden, hieß es weiter. Es handele sich um einen "direkten Angriff auf lebenswichtige Infrastruktur".
In einer separaten Erklärung teilte das Militär mit, dass beim Abfangen der Drohnen "einige zivile Einrichtungen durch herabfallende Trümmer und Bruchstücke" beschädigt worden seien. Die nationale Ölgesellschaft Kuwaits verkündete eine "vorsorgliche" Drosselung ihrer Ölproduktion.
Das Verteidigungsministerium von Katar teilte mit, dass das Land am Samstag mit zehn ballistischen Raketen und zwei Marschflugkörpern aus dem Iran angegriffen worden sei, die jedoch größtenteils abgefangen werden konnte. Es habe keine Opfer gegeben.
Das saudiarabische Verteidigungsministerium erklärte, es habe 15 Drohnen abgefangen und zerstört, die in den Luftraum des Königreichs eingedrungen waren. In der Hauptstadt Riad habe es einen versuchten Angriff auf das Diplomatenviertel gegeben.
Zuvor hatten bereits Dubai und Bahrain Angriffe gemeldet. In Dubai wurde Behördenangaben zufolge am Samstag ein Mann getötet, als Trümmer eines von der Luftabwehr abgefangenen Geschosses auf sein Fahrzeug fielen.
In Bahrains Hauptstadt Manama brach nach Angaben des Innenministeriums wegen der "iranischen Aggression" ein Brand aus. Zuvor hatten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP dort mehrere Explosionen gehört. Ein Journalist sprach von mindestens fünf Detonationen.
Die Angriffe waren erfolgt, obwohl Irans Präsident Massud Peseschkian am Samstag eine Einschränkung der Angriffe auf andere Staaten in der Region angekündigt und sich für bereits erfolgte Attacken bei den Nachbarländern entschuldigt hatte.
Irans Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei stellte daraufhin jedoch klar, dass der Iran weiterhin Nachbarländer angreifen werde, die in Teherans Augen die USA und Israel unterstützen.
Die USA und Israel hatten vor einer Woche massive Luftangriffe auf den Iran begonnen und dabei das geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik, Ayatollah Ali Chamenei, sowie weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Bei seinen Vergeltungsangriffen nimmt der Iran seitdem neben Israel auch Golfstaaten ins Visier.
B.Baumann--VB