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Ölpreis steigt auf höchsten Stand seit fast zwei Jahren
Wegen des Iran-Kriegs ist der Ölpreis in dieser Woche auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren gestiegen: Bei Handelsschluss am Freitag lag der Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent bei 92,69 Dollar und damit acht Prozent höher als am Vortag und 27,88 Prozent höher als vor einer Woche. Die US-Sorte WTI legte um mehr als zwölf Prozent zu und schloss bei einem Preis von 90,90 Dollar.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump eine "bedingungslose Kapitulation" des Iran gefordert. Seit Beginn des Iran-Kriegs ist die Straße von Hormus de facto gesperrt, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports verläuft. Die Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran wird vom iranischen Militär kontrolliert.
Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sind in der Lage, die Meerenge teilweise zu umgehen. Aber "selbst mit diesen Umgehungsmöglichkeiten sind etwa 8,7 Millionen Barrel pro Tag blockiert", erklärte Homayoun Falakshahi, Analyst bei Kpler. "Jeder Tag, der ohne Wiederaufnahme der Lieferungen verstreicht, veranlasst den Ölmarkt dazu, das verlorene Angebotsvolumen nach oben zu korrigieren", erklärten Analysten der ING-Bank. Analyst Ole R. Hvalbye von SEB sprach von einer Entwicklung von "dramatischem Ausmaß". Er fürchte langfristige Folgen und eine Rezession.
T.Egger--VB