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Trump drängt US-Rüstungsindustrie zu deutlich höherer Produktion
Im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump die Rüstungsindustrie zu einer deutlich höheren Produktion gedrängt. Er schrieb am Freitag nach einem Treffen mit Branchenvertretern im Weißen Haus, die Konzerne hätten "zugesagt, die Produktion von Waffen der 'exquisiten Klasse' zu vervierfachen". Welche Art von Waffen Trump damit meinte, ist unklar. Angaben der Rüstungsindustrie dazu lagen zunächst nicht vor.
An dem Treffen im Weißen Haus nahmen nach Angaben des Präsidenten die Chefs von sieben Rüstungskonzernen teil, darunter BAE Systems, Lockheed Martin, Northrop Grumman und Raytheon. Hintergrund sind Sorgen in der US-Regierung, durch den Iran-Krieg könnten sich die Waffenlager rasant leeren. Laut dem US-Sender NBC hatten Regierungsvertreter diese Woche in Gesprächen im Kongress angedeutet, Trump könne ein Gesetz aus dem Kalten Krieg nutzen (Defense Production Act, DPA), um die Waffenproduktion anzukurbeln. Offenbar setzt er nun zunächst auf freiwillige Schritte der Rüstungsindustrie.
Trump wiederholte zugleich in seiner Onlineveröffentlichung die zuvor geäußerte Behauptung, die USA verfügten über "praktisch unbegrenzte Vorräte an Mittel- und Obermittelklasse-Waffen". Sie würden derzeit im Iran eingesetzt und kürzlich in Venezuela, wo US-Streitkräfte Anfang Januar den langjährigen Präsidenten Nicolás Maduro gefangen genommen hatten.
Ein Vertreter des Weißen Hauses hatte diese Woche nach ähnlichen Trump-Äußerungen angedeutet, die Vorräte seien nicht unbegrenzt. Die Angaben des Präsidenten zu den Waffenklassen bezögen sich überdies auf die Reichweite.
Das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom gab unterdessen bekannt, die US-Armee habe seit Beginn des Krieges gegen den Iran vor rund einer Woche mehr als 3000 Ziele getroffen. Dazu zählten iranische Luftabwehrstellungen, Kriegsschiffe sowie U-Boote.
D.Bachmann--VB