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Anklage gegen fünf Verdächtige in Litauen wegen Paket-Brandsätzen
Wegen per Paket verschickten Brandsätzen in mehreren europäischen Staaten sind fünf Männer in Litauen wegen "Vorbereitung von Terrorakten" angeklagt worden. Bei den Angeklagten handele es sich um einen Litauer, einen russischstämmigen Litauer, einen Russen und zwei Ukrainer, sagte Vize-Generalstaatsanwalt Arturas Urbelis am Freitag in Vilnius.
Den Ermittlern zufolge hatten die Männer im Juli 2024 mit den Versanddienstleistern DHL und DPD vier mit Brandsätzen versehene Pakete verschickt, die während des Fluges explodieren sollten. Drei der von den Versandunternehmen transportierten Pakete gerieten in Brand - in einem Versandzentrum in Leipzig, im britischen Birmingham und in Polen.
Laut dem damaligen Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang hätte die in Leipzig entdeckte brennende Paketsendung einen Flugzeugabsturz auslösen können. Das vierte Paket wurde rechtzeitig entdeckt, der darin enthaltene Brandsatz funktionierte nicht. Zwei Pakete sollen bereits zuvor zu Testzwecken in die USA und nach Kanada geschickt worden sein, wurden jedoch in Amsterdam entdeckt.
Der europäischen Justizbehörde Eurojust zufolge steckte der russische Geheimdienst hinter dem Plan. Nach Angaben der Ermittler sollen insgesamt 22 Menschen beteiligt gewesen sein, die über Onlinedienste angeworben wurden. In Polen läuft derzeit bereits ein Prozess gegen fünf mutmaßliche Beteiligte, weitere Verdächtige werden mit internationalem Haftbefehl gesucht.
Laut einem Bericht des Internationalen Zentrums für Terrorabwehr ist Polen das am meisten von russischen Sabotagekampagnen betroffene Land in Europa, gefolgt von Litauen und Deutschland.
A.Zbinden--VB