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Iran: Trump will bei Chamenei-Nachfolge mitreden - und schließt dessen Sohn aus
US-Präsident Donald Trump will bei der Nachfolge des getöteten iranischen Anführers Ayatollah Ali Chamenei mitmischen. "Ich muss in die Ernennung eingebunden sein", zitierte die Plattform Axios den Präsidenten am Donnerstag. Im Gespräch ist im Iran unter anderem Chameneis Sohn Modschtaba. Diesen lehnt Trump allerdings ab: "Er ist ein Leichtgewicht", sagte der Präsident in dem Interview.
"Chameneis Sohn ist für mich inakzeptabel", sagte Trump den Angaben zufolge weiter. "Wir wollen jemanden, der dem Iran Harmonie und Frieden bringt." Namen nannte er nicht.
Bei einem Empfang für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Oval Office am Dienstag hatte Trump eingeräumt, die Nachfolge-Frage im Iran sei ungeklärt. "Die meisten der Leute, an die wir gedacht hatten, sind tot", sagte der US-Präsident.
Bei dem Treffen mit Merz wurde Trump auch nach dem Schah-Sohn Reza Pahlavi gefragt, der in den USA im Exil lebt und hofft, im Fall eines Sturzes der Islamischen Republik selbst das Ruder zu übernehmen. Trump sagte, dieser wirke zwar "wie eine sehr nette Person". Jemand aus dem Inneren des Iran wäre nach seiner Ansicht aber geeigneter.
Seinen Willen zur Mitbestimmung der neuen iranischen Führung begründete Trump mit dem Vorbild Venezuelas. Dort hatten die USA nach der Gefangennahme des langjährigen linksgerichteten Staatschefs Nicolás Maduro im Januar dessen Stellvertreterin Delcy Rodríguez als Übergangspräsidentin installiert.
Die USA und Israel hatten Ayatollah Ali Chamenei am Samstag getötet. Er war seit 1989 das geistliche Oberhaupt des Irans und führte das Land mit harter Hand.
L.Meier--VB