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Iran-Krieg: Weitere am Golf gestrandete Reisende wieder zurück in ihren Heimatländern
Am fünften Tag des Iran-Krieges sind weitere in der in der Golfregion festsitzende Urlauber in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Die Fluggesellschaften nahmen den Flugbetrieb von Drehkreuzen wie Dubai und Riad am Mittwoch in begrenztem Umfang wieder auf. Zugleich entsandten Deutschland und andere Staaten Charterflugzeuge nach Jordanien, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate, um ihre gestrandeten Staatsbürger nach Hause zu holen.
Ein erstes Flugzeug mit Franzosen, die wegen des Iran-Kriegs in der Golfregion festsaßen, landete am Mittwoch in Paris. Ein Evakuierungsflug aus Abu Dhabi brachte zudem 175 Passagiere in die spanische Hauptstadt Madrid zurück. Laut Auswärtigem Amt sollten noch am Mittwoch weitere Maschinen aus Dubai und aus Abu Dhabi in Richtung Deutschland starten.
Daten des Flugdatenauswerters Cirium zeigten seit Mittwoch, dass der Luftverkehr in Katar und Bahrain praktisch vollständig zum Erliegen gekommen ist. In Israel wurden fast drei Viertel der Flüge gestrichen und in den Vereinigten Arabischen Emiraten etwas mehr als zwei Drittel.
Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am Samstag wurden laut Cirium insgesamt mehr als 20.000 von insgesamt 36.000 Flügen in den Nahen Osten oder aus dem Nahen Osten annulliert. Passagiere, die am Mittwoch unter anderem in Deutschland, Frankreich, Australien und anderen Ländern landeten, berichteten von schlaflosen Nächten und tagelangen Strapazen, um nach dem Ausbruch des Krieges aus dem Nahen Osten wegzukommen.
Die Urlauberin Fanny Wu aus Taiwan, die mit ihren zwei Kindern nach Dubai gereist war, sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass Bomben "direkt neben uns explodierten", als die Luftangriffe begannen. So etwas habe sie noch nie erlebt.
Die 18 Jahre alte Emmy Coutelier war glücklich, als sie nach ihrer Ankunft am Pariser Flughafen Charles de Gaulle ihre Schwester umarmte. Als die ersten iranischen Angriffe Dubai trafen, habe sie sich mit ihrem Freund in einem Hotelpool in Dubai aufgehalten, sagte sie AFP.
Die für die im Ausland lebenden Franzosen zuständige beigeordnete Ministerin Éléonore Caroit kündigte weitere Evakuierungsflüge an, bezeichnete die Rückholungen aber zugleich als "einen komplexen Prozess, mit ständiger Unsicherheit, weil wir uns in einer sehr dynamischen Situation befinden".
Die USA teilten mit, dass seit Samstag mehr als 9000 US-Bürger aus der Region nach Hause zurückgekehrt seien, darunter mehr als 300 aus Israel. Das US-Außenministerium forderte alle US-Bürger im gesamten Nahen Osten auf, die jeweiligen Länder aus Sicherheitsgründen zu verlassen.
Die israelische Verkehrsministerin Miri Regev sagte, das Land werde seinen Luftraum schrittweise in der Nacht zu Donnerstag wieder öffnen, "vorbehaltlich der Sicherheitslage". Die ersten Flüge dienten einem Ministeriumssprecher dazu, gestrandete Israelis zurückzubringen. Reguläre Abflüge waren demnach keine geplant.
H.Weber--VB