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Proteste und Streik: Dritter Jahrestag von schwerstem Zugunglück in Griechenland
In Griechenland wird am Samstag der Opfer des schwersten Zugunglücks in der Geschichte des Landes vor genau drei Jahren gedacht. Zudem sind Proteste mit zehntausenden Teilnehmern und ein Bahnstreik angekündigt, mit denen Gerechtigkeit für die Opfer gefordert werden soll. Am 28. Februar 2023 war in Tempi ein Passagierzug auf dem Weg von Athen nach Thessaloniki frontal mit einem Güterzug zusammengeprallt - 57 Menschen starben.
Die Regierung von Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis führte den Unfall offiziell auf menschliches Versagen sowie auf schwerwiegende strukturelle Mängel bei der griechischen Bahn zurück. Sie steht wegen ihres Umgangs mit der Tragödie aber auch selbst in der Kritik. Ab dem 23. März müssen sich nun fast 40 Angeklagte vor Gericht verantworten, neben Bahnmanagern auch der diensthabende Bahnhofsvorsteher. Für Unmut sorgt in Griechenland, dass kein Politiker vor Gericht steht.
J.Marty--VB