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NGO: Zahl getöteter Journalisten 2025 auf Höchstwert - Israel werden zwei Drittel davon vorgeworfen
Im vergangenen Jahr sind einer Nichtregierungsorganisation zufolge 129 Journalisten und Medienschaffende getötet worden und damit so viele wie seit Jahrzehnten nicht. Das in New York ansässige Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) warf am Mittwoch Israel vor, für zwei Drittel der Fälle verantwortlich zu sein. Es war das zweite Jahr in Folge, dass die Organisation einen neuen Höchstwert seit Beginn ihrer Datenerhebung vor mehr als 30 Jahren meldete.
Mehr als zwei Drittel aller Todesfälle im Jahr 2025 hätten sich in Konfliktsituationen ereignet, erklärte CPJ. Mehr als 60 Prozent der 86 Pressevertreter, die 2025 durch israelischen Beschuss getötet worden seien, seien Palästinenser gewesen, die aus dem Gazastreifen berichtet hätten. Das israelische Militär betont, nie absichtlich Journalisten ins Visier zu nehmen.
Laut CPJ stieg die Zahl der in der Ukraine und im Sudan getöteten Journalisten 2025 ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr an.
"Journalisten werden in Rekordzahlen getötet - in einer Zeit, in der der Zugang zu Informationen wichtiger ist denn je", erklärte die CPJ-Vorsitzende Jodie Ginsberg. "Wir sind alle in Gefahr, wenn Journalisten wegen ihrer Berichterstattung getötet werden."
Das CPJ hob den vermehrten Einsatz von Drohnen hervor. Hier gebe es 39 Fälle, wovon 28 auf die israelische Armee im Gazastreifen zurückzuführen seien. Die Organisation kritisierte "eine Kultur der Straflosigkeit". Es fehlten transparente Ermittlungen zu den Tötungen.
K.Sutter--VB