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Studie: Erinnerungs-SMS und Wahlsimulation in Schulen können Wahlbeteiligung erhöhen
Eine Erinnerung per SMS, Wahlsimulationen in Schulen und mehr Mitgestaltung könnten einer Studie zufolge die Wahlbeteiligung bei jungen Menschen erhöhen. Die Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh listete in einem am Dienstag veröffentlichten Papier vier Hürden auf, die junge Wahlberechtigte vom Gang an die Urne abhalten. Neben Problemen beim Zugang seien dies Kompetenz, Motivation und Resonanz.
Um jungen Menschen den Gang ins Wahllokal zu erleichtern, schlagen die Experten unter anderem die Versendung von Erinnerungs-SMS durch die Wahlämter vor. Dies führe beispielsweise in Schweden nachweislich zu einer höheren Wahlbeteiligung vor allem bei jungen Wählern.
Zudem könnten die Kompetenzen junger Menschen durch verstärkten und bundesweit einheitlichen Politikunterricht in den Schulen etwa zum Wahlrecht gesteigert werden. Auch Wahlsimulationen an den Schulen wie die "Unter-18-Wahl" sowie eine Absenkung des Wahlalters könnten die Motivation zum Wählen erhöhen.
Zudem schlägt die Studie Möglichkeiten für echte Mitgestaltung vor, etwa durch einen Zukunftsrat junger Menschen, der den Bundestag bei der Gesetzgebung berät, sowie Dialogformate.
Die Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen ist nach wie vor diejenige mit der geringsten Wahlbeteiligung. "Gerade in einer alternden Gesellschaft ist die Teilhabe junger Menschen zentral für die langfristige Legitimität demokratischer Entscheidungen und notwendige Grundlage für eine zukunftsfähige Demokratie", erklärte Bertelsmann-Vorständin Daniela Schwarzer. Wenn junge Menschen früh beim Thema Wahlen unterstützt würden, könne dies für sie zur Routine werden.
A.Ruegg--VB