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US-Drohungen gegen Teheran: Serbien und Schweden rufen zu Ausreise aus Iran auf
Angesichts der wachsenden Spannungen zwischen Washington und Teheran haben Serbien und Schweden ihre Staatsbürger zur sofortigen Ausreise aus dem Iran aufgerufen. Alle Serben, die sich noch im Iran aufhalten, sollten das Land "so schnell wie möglich verlassen", erklärte das Außenministerium in Belgrad in der Nacht zum Samstag. Auf seiner Website verwies das Ministerium auf die "sich verschlechternde Sicherheitslage" und bekräftigte seine Warnung vor Reisen in den Iran.
Die schwedische Außenministerin Maria Malmer Stenergard appellierte unterdessen im Onlinedienst X "dringend an alle schwedischen Staatsbürger im Iran, das Land zu verlassen". Zudem solle auf jegliche Reisen in den Iran verzichtet werden.
Wegen der anhaltenden US-Drohungen gegen den Iran hatte auch Polen am Donnerstag seine Warnungen bekräftigt und polnische Staatsbürger erneut zur sofortigen Ausreise aus dem Iran aufgefordert. Für deutsche Staatsangehörige gilt bereits seit Längerem eine Reisewarnung für den Iran und eine Aufforderung zur Ausreise.
Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Golfregion zuletzt massiv ausgeweitet. US-Präsident Donald Trump erwägt nach eigenen Angaben einen "begrenzten Militärangriff" auf den Iran, falls es im Atomstreit zwischen Teheran und Washington zu keiner Einigung kommen sollte. Am Donnerstag hatte Trump dem Iran eine Frist bis Anfang März gesetzt.
Die USA und der Iran hatten Anfang Februar unter Vermittlung des Oman Verhandlungen über das iranische Atomprogramm wieder aufgenommen. Bei Gesprächen in Genf in dieser Woche machten beide Seiten deutlich, dass die Verhandlungen fortgesetzt werden sollten, auch wenn weiter Differenzen bestünden.
Es waren die ersten Gespräche seit dem zwölftägigen Krieg zwischen Israel und dem Iran im Juni 2025, bei dem die USA an der Seite Israels eingriffen und mehrere iranische Atomanlagen bombardierten. Die USA und andere westliche Länder werfen dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran weist dies zurück und beharrt auf seinem Recht, Uran für zivile Zwecke anzureichern.
K.Sutter--VB