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Nordkoreas Machthaber Kim inspiziert neuen Raketenwerfer für Atomsprengköpfe
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat einen riesigen Raketenwerfer inspiziert, der nach Berichten staatlicher Medien auch Atomsprengköpfe abfeuern kann. Die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete am Donnerstag, Kim habe den neuen Mehrfachraketenwerfer für den Abschuss von 600-Millimeter-Geschossen als weltweit einzigartig bezeichnet. Er sei "geeignet für einen Spezialangriff, sprich zur Erfüllung einer strategischen Mission", sagte Kim und verwendete dabei eine gängige Umschreibung für den Einsatz von Atomwaffen.
Kim versicherte laut KCNA, das Waffensystem solle nur zur "Abschreckung" nicht genannter Feinde dienen - Nordkoreas Erzfeind ist Südkorea.
Nordkorea verfügt Experten zufolge über dutzende Atomsprengköpfe und hat in der Vergangenheit wiederholt bekräftigt, diese trotz internationaler Sanktionen behalten zu wollen. 2006 hatte Pjöngjang seinen ersten Atomtest ausgeführt. Das weitgehend isolierte Land argumentiert, dass es Atomwaffen zur Abschreckung gegen eine angebliche militärische Bedrohung auch durch Südkoreas Verbündeten USA benötige.
Nord- und Südkorea sind auch über sieben Jahrzehnte nach dem Ende des Korea-Kriegs im Jahre 1953 formell weiterhin im Kriegszustand. Die USA haben zehntausende Soldaten in Südkorea stationiert, unter anderem zum Schutz Südkoreas.
W.Huber--VB