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Iran und Russland wollen gemeinsame Militärübung im Golf von Oman abhalten
Kurz nach einer neuen Verhandlungsrunde mit den USA über sein umstrittenes Atomprogramm hat der Iran gemeinsame Militärmanöver mit Russland angekündigt. Die gemeinsame Marineübung werde am Donnerstag im Golf von Oman und im nördlichen Pazifik abgehalten, erklärte der zuständige Armeesprecher Hassan Maghsudloo am Mittwoch laut der iranischen Nachrichtenagentur Isna. Ziel sei es, "die maritime Sicherheit zu stärken und die Beziehungen zwischen der Seestreitkräfte beider Länder zu vertiefen". Angaben zur Dauer der Übung machte er nicht.
Am Montag hatten die Revolutionsgarden, der ideologische Arm des iranischen Militärs, ein Manöver in der Straße von Hormus gestartet. Am Dienrstag wurde angekündigt, dass die strategisch wichtige Wasserstraße für die Übung teilweise gesperrt werde. Die Straße von Hormus, über die etwa 20 Prozent der weltweiten Ölproduktion transportiert werden, verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean.
In Genf fand am Dienstag eine erneute Runde indirekter Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA zum Atomstreit statt. Washington und Teheran hatten ihre indirekten Gespräche unter Vermittlung des Oman am 6. Februar wieder aufgenommen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi nannte die Gespräche in Genf "konstruktiver" als die erste Verhandlungsrunde im Oman.
US-Präsident Donald Trump droht Teheran mit einem Militäreinsatz, sollte es nicht zu einer Einigung im Atomstreit kommen. Der US-Präsident entsandte einen zweiten Flugzeugträger in die Region, um den militärischen Druck noch zu erhöhen. Irans geistliches Oberhaupt, Ayatollah Ali Chamenei, sagte am Dienstag in einer Rede: "Ein Kriegsschiff ist gewiss eine gefährliche Waffe, doch noch gefährlicher ist die Waffe, die es versenken kann."
I.Stoeckli--VB