-
Sturm tritt ab: Niederlage gegen Stein im letzten Kampf
-
Gluthitze in Frankreich: Touristenattraktionen wie der Eiffelturm schließen früher
-
Deutsche U19 verliert EM-Finale gegen Spanien
-
Acht Tote bei russischen Angriffen auf Ukraine - Selenskyj fordert rasche Patriot-Lizenz
-
Fortschritte im Kampf gegen tödlichen Waldbrand in Andalusien
-
Infantino über WM mit 64 Teams: "Wird diskutiert"
-
Wimbledon: Noskova gewinnt tschechisches Finale
-
Umstrittenes Weltkriegsgedenken: Polen baut Denkmal für Opfer ukrainischer Kampfgruppe
-
Staatsschutz ermittelt zu Anschlag auf Kabelschacht der Deutschen Bahn in NRW
-
LPGA: Haeran schreibt mit 60er-Runde Major-Geschichte
-
Sechs Tote und Dutzende Verletzte bei russischen Angriffen auf die Ukraine
-
Merlier auch in Bergerac der Sprinterkönig - Ackermann Siebter
-
Südafrikas WM-Teilnehmer Adams mit 25 Jahren verstorben
-
Gut 21.000 künstliche Glatzen: Skurriler Rekord bei Konzert von US-Rapper Pitbull
-
Widerstand gegen Forderungen nach Aufschub bei Klimazielen aus Grünen und SPD
-
DFB mit Klopp über "Eckpunkte eines Vertrages" einig
-
Chamenei kündigt Rache für Tötung seines Vaters an - Trump droht Iran mit Vernichtung
-
WDR: Linksextreme Gruppe bekennt sich zu Anschlag auf NRW-Bahnstrecke
-
Fortschritte bei Kampf gegen tödlichen Waldbrand in Andalusien
-
Verletzte bei russischen Angriffen auf Kiew - Selenskyj fordert rasche Patriot-Lizenz
-
Irans oberster Führer droht mit Rache für Tötung seines Vaters
-
Pilot bei Absturz von Ultraleichtflugzeug in Niedersachsen verletzt
-
Grüne pochen auf Festhalten an Treibhausgasneutralität bis 2045
-
252 Millionen: Wembanyama verlängert bei den Spurs
-
Nach dem Tod von britischer Ex-Ministerin festgenommener Mann wieder frei
-
Geiselnahme in Berliner Supermarkt: Polizei überwältigt Täter mit Taser
-
Selenskyj: Elf Verletzte bei russischen Angriffen auf ukrainische Hauptstadt Kiew
-
Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD bekräftigt Ziel Regierungsübernahme
-
6600 Hektar Land durch Waldbrand in Spanien zerstört - Wetterbedienungen bessern sich
-
Grüne schlagen für Sommerferien 49-Euro-Ticket für Familien vor
-
Kane plaudert über "surreales" Treffen mit Trump beim Golf
-
Geiselnahme in Berlin beendet - Täter mit Taser überwältigt
-
Branchenverbände schlagen System zur Kennzeichnung von KI-erzeugter Musik vor
-
Berichte: USA fordern Ende der Angriffe in Straße von Hormus und stellen Iran Ultimatum
-
Mehr als 14.000 Menschen bringen sich in Taiwan vor Taifun "Bavi" in Sicherheit
-
Schnieder räumt Defizite bei Generalsanierungen von Bahnstrecken ein
-
Bericht: Regierung sieht hohe Dunkelziffer bei Sozialleistungsbetrug
-
Vinicius Júnior entschuldigt sich bei Fans
-
Mission Klopp: DFB-Spitze trifft sich mit Wunsch-Bundestrainer
-
Geiselnahme in Berlin: Mann hält Frau in Supermarkt seit Stunden in seiner Gewalt
-
Trump: Iran wird bei Mordanschlag auf mich "vollständig vernichtet"
-
Aldag kritisiert Evenepoel: "Absolut unnötig"
-
"Bleibe hungrig": Zverev hat Lust auf Nachschlag
-
Wadephul kündigt gemeinsame Libanon-Initiative mit Frankreich an
-
Havanna-Syndrom: US-Regierung zahlt Betroffenen erste Entschädigungen
-
Klöckner kritisiert Fokus von Bundestagsabgeordneten auf Online-Netzwerke
-
Nach Trump-Drohung verschobene Brücken-Öffnung nach Kanada soll nun stattfinden
-
Zum zweiten Mal in fünf Tagen: Neuer landesweiter Stromausfall in Kuba
-
Hunderte Babys in Peru nach Norwegens Fußballstar Erling Haaland benannt
-
Trump-Regierung weicht Artenschutzgesetz auf
IMK warnt vor Schuldenquote von 100 Prozent wegen Ausnahmen von Schuldenbremse
Das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hat vor einem drastischen Anstieg der Staatsschuldenquote gewarnt, sollten die Ausgaben für Verteidigung und Sicherheit dauerhaft von der Schuldenbremse ausgenommen werden. Bis 2050 könnte sie fast 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) betragen, während sie zuletzt bei knapp 65 Prozent gelegen hatte, wie eine am Montag veröffentlichte Studie des IMK der Hans-Böckler-Stiftung darlegt.
Die Forschenden machen dabei einen Unterschied zwischen der Grundgesetzänderung im Frühjahr 2025 zur sogenannten Bereichsausnahme, durch welche die erhöhten Verteidigungsausgaben über neue Kredite finanziert werden dürfen, und dem kreditfinanzierten Sondervermögen für Investitionen in Infrastruktur und Klimaneutralität: Letzteres erhöhe die öffentlichen Schulden im Verhältnis zum BIP "nur moderat und vorübergehend".
Grund dafür sei zum einen, dass der Umfang des Sondervermögens wesentlich geringer sei als die neu geschaffenen Spielräume zur Finanzierung von Verteidigungsausgaben, erklärte das IMK. Außerdem schafften die Investitionen aus dem Sondervermögen zusätzliches Wirtschaftswachstum und höhere Produktionskapazitäten, was letztlich die Schuldenquote wieder senke. Je mehr Geld aus dem 500-Milliarden-Euro-Topf in zusätzliche Investitionen fließe, desto größer sei dieser Effekt.
Rüstungsausgaben hingegen verstärkten das langfristige Wachstum "nur wenig" und gälten ökonomisch als "öffentlicher Konsum", heißt es in der Studie. Dauerhaft hohe Verteidigungsausgaben müssten daher "zu einem erheblichen Teil über Steuern" finanziert werden, schreiben die Forschenden und schlagen dafür eine "zweckgebundene einmalige Sonderabgabe auf sehr große Vermögen" vor. Nur bei zusätzlichen Investitionen des Staates müsse eine langfristige Schuldenfinanzierung möglich bleiben.
"Ökonomisch ist die Schuldenbremsenreform vom Frühjahr 2025 genau falsch herum aufgezogen worden", analysierte Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des IMK. "Eigentlich hätte man großzügig Kredite für Investitionen erlauben und vorübergehend Spielräume für Verteidigung schaffen sollen." Stattdessen seien begrenzte Spielräume für Investitionen und eine unbegrenzte Kreditaufnahmemöglichkeit für Verteidigung ins Grundgesetz geschrieben worden, kritisierte er.
Nach den Berechnungen des IMK ist bis Mitte der 2040er Jahre mit einem um 1,4 Prozent höheren Anstieg des BIP zu rechnen, wenn das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität tatsächlich vollständig in zusätzliche Investitionen fließt. Das wäre dann zu einem Großteil auch auf zusätzliche private Investitionen zurückzuführen, die durch die öffentlichen Ausgaben angereizt werden sollen.
Die schwarz-rote Regierungskoalition unter Kanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich vorgenommen, die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse grundsätzlich zu reformieren. Anfang September hatte dazu eine Expertenkommission ihre Arbeit aufgenommen, die Vorschläge für eine Reform erarbeiten soll.
P.Keller--VB