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Gouverneur: 19 Verletzte bei russischem Angriff auf Wohngebäude in Charkiw
Bei einem russischen Luftangriff auf die nordostukrainische Großstadt Charkiw sind nach Angaben der Regionalbehörden mindestens 19 Menschen verletzt worden. Der Beschuss am Freitag habe Wohngebäude getroffen, teilte Gouverneur Oleg Synegubow mit. Unter den Verletzten sei ein sechsmonatiges Baby. Die Menschen hätten Verletzungen durch eine Explosion sowie durch Glassplitter davongetragen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte den Angriff "abscheulich". Nach den ersten Berichten hätten zwei Raketen eine "normale Wohngegend" getroffen, erklärte er. Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP aus Charkiw zeigten beschädigte mehrstöckige Gebäude, qualmende Trümmerhaufen und Feuerwehrleute im Einsatz.
Moskau hatte am Vortag der ukrainischen Armee einen Drohnenangriff mit zwei Dutzend Toten auf ein Hotel im russisch kontrollierten Teil der südukrainischen Region Cherson vorgeworfen und vor "Konsequenzen" gewarnt. Der von Russland eingesetzte Gouverneur von Cherson, Wladimir Saldo, teilte im im Onlinedienst Telegram mit, es habe mindestens 24 Tote und "Dutzende" Verletzte gegeben. Nach ukrainischen Angaben richtete sich dieser Angriff jedoch gegen ein Militärtreffen, zu dem Zivilisten nicht zugelassen waren.
Moskau und Kiew beschuldigen sich gegenseitig, mit fortgesetzten Angriffen die derzeitigen internationalen Verhandlungen über ein Ende des inzwischen fast vier Jahre andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu untergraben.
T.Egger--VB