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Sieben Milizionäre bei Luftangriffen im Jemen getötet
Im Konflikt zwischen einer von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützten Miliz und der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen sind bei Luftangriffen mindestens sieben Milizionäre getötet worden. Mehr als zwanzig weitere Kämpfer seien bei den Angriffen der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition am Freitag verletzt worden, sagte ein Vertreter der Miliz Südlicher Übergangsrat (STC).
Kurz zuvor hatte die Regionalregierung der Provinz Hadramaut den Beginn eines Militäreinsatzes angekündigt, um vom STC eroberte Armeestützpunkte auf "friedliche" Weise wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Ein Sprecher des STC sprach dagegen von einem "entscheidenden und existenziellen" Krieg mit den von Saudi-Arabien unterstützten Truppen.
Der STC hatte in den vergangenen Wochen Teile der ölreichen jemenitischen Region Hadramaut sowie angrenzende Gebiete unter seine Kontrolle gebracht. Die Gruppe kämpft seit Jahrzehnten für einen unabhängigen Staat im Südjemen, wie er bereits von 1967 bis zur jemenitischen Vereinigung im Jahr 1990 bestand. Der STC wird militärisch und politisch von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt.
Der Jemen ist seit mehr als einem Jahrzehnt faktisch gespalten: Der Norden des Landes wird von der vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Miliz kontrolliert, über den Süden des Landes herrscht ein fragmentiertes Regierungsbündnis. Sowohl der von den Emiraten unterstützte STC als auch von Saudi-Arabien unterstützte Islamisten sind formal Teil der international anerkannten Regierung, stehen jedoch seit Jahren in Rivalität zueinander.
T.Germann--VB