-
Tennis-Weltrangliste: Zverev Zweiter, Struff mit großem Satz
-
Statistik: Fast acht Millionen Schwerbehinderte in Deutschland
-
Tickets für Auslandsflüge verteuern sich im ersten Halbjahr deutlich
-
"Jurassic Park"-Star Sam Neill im Alter von 78 Jahren in Australien gestorben
-
PGA Tour: Rosenmüller erstmals in den Top 10
-
Márquez plant die Sommerpause: Schlafende "Muskeln wecken"
-
Lipowitz legt die Beine hoch: "Es war ein harter Start"
-
"Hundertprozentig": Paris-Triumph lindert Zverevs Schmerz
-
US-Militär: Neue Angriffe auf Dutzende Ziele im Iran
-
Urteil in Prozess um Versklavung und Vergewaltigung jesidischer Mädchen erwartet
-
Nach tödlichem Waldbrand: Spaniens Regierungschef Sánchez besucht Katastrophengebiet
-
EU-Expertengremium stellt Empfehlungen für Social-Media-Verbot vor
-
Ungarisches Parlament stimmt über Absetzung von Präsident Sulyok ab
-
EU richtet zweite Geberkonferenz für Palästinenser aus
-
EU-Außenminister beraten über Sanktionen gegen Russland und israelische Siedler
-
Merz bei Gipfeltreffen der Pro-Ukraine-Koalition in Paris
-
Feuer im Wald von Fontainebleau südlich von Paris - zwei Löschflugzeuge unterwegs
-
US-Militär: Neue Angriffe auf den Iran gestartet
-
Thailand: Mindestens 27 Tote bei Feuer in Bar in Bangkok
-
Nächste Pleite gegen Sinner: Zverev verpasst Wimbledon-Titel
-
Kritik an Spaniens Ex-Regierungschef nach rassistischen Äußerungen über Fußballer
-
Knesset: Parlamentswahlen in Israel finden am 27. Oktober statt
-
Trauer im deutschen Eishockey: Schiri-Legende Kompalla ist tot
-
Drei Atomreaktoren in Frankreich wegen Hitzewelle heruntergefahren
-
Van der Poel triumphiert in Ussel - Pogacar weiter in Gelb
-
Trump-Verbündeter und Russland-Kritiker Lindsey Graham mit 71 Jahren gestorben
-
Energieversorger: Landesweiter Stromausfall in Kuba nach 24 Stunden behoben
-
Dreyfus-Gedenktag: Macron ruft zu "ständiger Wachsamkeit" gegen Antisemitismus auf
-
Kritik an geplanter Einschränkung bei Unterhaltsvorschuss
-
Plan zur Regierungsumbildung in Kiew: Selenskyj will politische Strategie ändern
-
99 Badetote im Juni: Forderungen nach mehr Schwimmkursen
-
Gedenkmarsch in Nizza für Opfer des Lkw-Attentats vor zehn Jahren
-
US-Armee: Schiffsverkehr durch Straße von Hormus fließt weiter
-
Umstrittenes Gremium: Syrisches Übergangsparlament zu erster Sitzung zusammengetreten
-
Nach Geiselnahme in Berliner Supermarkt: Entscheidung über Haftbefehl erwartet
-
Gut 22.000 künstliche Glatzen: Skurriler Rekord bei Konzert von US-Rapper Pitbull
-
Rekordmann Márquez feiert zehnten MotoGP-Sieg am Sachsenring
-
Prien will Bezugszeit beim Unterhaltsvorschuss einschränken
-
Neue US-Angriffe und iranische Vergeltungsattacken - Teheran schließt Straße von Hormus
-
Selenskyj kündigt Regierungsumbildung in Kiew an - Ministerpräsidentin soll gehen
-
Hitzewelle in Frankreich: Höchste Warnstufe für 26 Millionen Menschen ausgerufen
-
Steinmeier verteidigt hohe Kosten für Schloss Bellevue
-
Trump-Verbündeter und Russland-Kritiker Lindsey Graham im Alter von 71 Jahren gestorben
-
Steinmeier lobt Reformpaket der schwarz-roten Koalition
-
Нуша Аубель і Потсдам: довіра втрачена
-
Feuerwehr rettet 20 Fische nach Verkehrsunfall auf hessischer Autobahn
-
努莎·奧貝爾與波茨坦:先前的信任已蕩然無存
-
Merz: Verstorbener US-Senator Graham war ein Freund Deutschlands
-
Waldbrand in Andalusien weitgehend unter Kontrolle - erste Evakuierte kehren zurück
-
Selenskyj "zutiefst betrübt" über Tod von US-Senator Graham
Europäische Ukraine-Initiative löst Debatte über Beteiligung der Bundeswehr aus
Die europäische Initiative für eine Lösung im Ukraine-Krieg hat eine Debatte über eine Beteiligung der Bundeswehr ausgelöst. Der Chef des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp (CDU), sprach sich am Dienstag für eine Mitwirkung deutscher Soldaten an der anvisierten multinationalen Truppe für die Sicherung der Ukraine aus. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) vermied eine Vorfestlegung: Er will zunächst die Reaktion Russlands auf die Initiative und mögliche weitere Schritte abwarten.
Röwekamp sagte dem "Stern", er halte eine Stationierung deutscher Soldatinnen und Soldaten in der Ukraine im Rahmen einer multinationalen Truppe für "wahrscheinlich". Eine "dauerhafte Präsenz großer Bundeswehrverbände" erwarte er aber derzeit nicht.
"Ein tragfähiger Frieden in der Ukraine wird ein klares sicherheitspolitisches Engagement erfordern", sagte Röwekamp der "Rheinischen Post" vom Mittwoch. "Deutschland muss sich deshalb personell und materiell an einer multinationalen Mission beteiligen."
Europäische Staats- und Regierungschefs hatten am Montagabend nach einem Treffen im Kanzleramt eine "von Europa geführte, aus Beiträgen williger Nationen bestehende 'multinationale Truppe für die Ukraine'" vorgeschlagen. Diese solle von den USA "unterstützt" werden und einen Waffenstillstand sichern.
Minister Pistorius begrüßte die europäische Initiative. Die Europäer hätten sich dazu bekannt, "mit Verantwortung zu übernehmen", sagte er in Berlin. Die weitere Entwicklung hänge nun insbesondere von den Reaktionen aus Washington, aber "an allererster Stelle aus Moskau" ab.
"Wenn (Russlands Präsident Wladimir) Putin sagt, wohin er die Reise gehen will, dann werden wir weiter sehen", sagte Pistorius. "Das kann heute keiner festlegen, weil daran Fragen hängen wie ein Mandat des Bundestags, daran hängt die Frage, unter welchem Kommando findet eigentlich was wo im welchem Rahmen statt."
Ähnlich äußerte sich SPD-Fraktionschef Matthias Miersch: "Wir schließen nichts aus, aber der Einsatz von Truppen kommt sehr darauf an, in welchem Setting er stattfindet, in welchem Umfeld, in welchen Aufgabenbereichen", sagte Miersch in Berlin
Ausschusschef Röwekamp nannte in der "Rheinischen Post" bereits einige Bereiche, in denen sich die Bundeswehr schwerpunktmäßig in der Ukraine engagieren könnte: die Sicherung des Luftraums, die Seeraumüberwachung, Logistik sowie Wiederaufbau der ukrainischen Streitkräfte. Zudem stünden die "deutschen Fähigkeiten" auch für "die Verteidigung der Ukraine im Fall einer erneuten russischen Aggression zur Verfügung". Die Einzelheiten und nationalen Beiträge müssten jetzt mit den Nato-Partnern abgestimmt werden, die sich an einer solchen multinationalen Truppe beteiligen könnten, forderte der CDU-Politiker.
Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) wollte sich Röwekamps Forderung noch nicht anschießen. Die Frage einer Bundeswehr-Beteiligung stelle sich "erst, wenn ein Waffenstillstand absehbar ist", sagte Spahn. "Ob der möglich ist, entscheidet sich in Moskau. Erst dann stellen sich die Folgefragen."
Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, zeigte sich offen für ein deutsches Engagement. Auf NDR Info begrüßte er die europäische Ukraine-Initiative: "Der Weg zu einem Waffenstillstand ist geebnet", sagte er. Eine multinationale Schutztruppe sei ein Baustein, der in eine Gesamtlösung eingebettet werden müsse: "Deutschland wird seinen Beitrag dazu leisten - wie der aussehen wird, wird man noch zu diskutieren haben."
Interne Festlegungen unter den beteiligten europäischen Staaten zu ihren jeweiligen Beiträgen für eine Ukraine-Truppe gibt es nach Regierungsangaben aus Berlin noch nicht. Die im Kanzleramt verabredete Initiative lasse "offen, welcher Partner in der Koalition welche Leistungen einbringt", hieß es aus der Bundesregierung. Solche Fragen unterlägen zunächst der "innerstaatlichen Entscheidungsbildung".
Die Grünen im Bundestag bewerteten die Ergebnisse der Berliner Ukraine-Verhandlungen zurückhaltender und warnten vor Euphorie. "Der Enthusiasmus, der in Berlin verbreitet wird, scheint mir sehr unangemessen", sagte die sicherheitspolitische Sprecherin der Fraktion, Sahra Nanni, den Funke-Zeitungen. Russland habe nicht mit am Tisch gesessen. Das Ergebnis sei also nur ein neuer Stand, was die ukrainische Seite und ihre Partner angehe.
Die AfD lehnte den Einsatz deutscher Soldaten in der Ukraine rundweg ab. "Wir wollen nicht, dass deutsche Soldaten in der Ukraine eingesetzt werden", sagte der Außenexperte der AfD-Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, den Sendern RTL und ntv. Richtig sei allerdings, "dass man über tragfähige Sicherheitsgarantien diskutieren muss".
C.Stoecklin--VB