-
Polizisten an Bahnhöfen in Einsatz: Großfahndung nach Bluttat bei Berliner CSD
-
Debatte über Gefahr durch Islamismus nach Gewalttat beim Berliner CSD
-
Kleinflugzeug stürzt auf Dach von Wohnhaus: Zwei Tote in Niedersachsen
-
Junge-Union-Chef spricht nach CSD-Bluttat von "Kriegserklärung" des Islamismus
-
Steinmeier verurteilt CSD-Bluttat als "Angriff auf offene Gesellschaft"
-
Während Besitzerin Einkäufe auslädt: 77-Jährige fährt mit fremdem Auto davon
-
Beach Pro Tour: Winter/Huster verlieren Finale in Shangluo
-
Justizministerin: Generalbundesanwalt könnte Ermittlung zu CSD-Bluttat übernehmen
-
Massenkarambolage an Stauende: Mehr als 30 Verletzte auf Autobahn in Thüringen
-
"Angriff auf Gesellschaft": Politik reagiert erschüttert auf Bluttat bei CSD
-
86-Jährige auf Energiesparmission: Taschenlampenschein löst Polizeieinsatz aus
-
Vertrag mit russischem Wettanbieter: Pirlo-Deal gerät ins Wanken
-
Behörden: Waldbrand in der französischen Gironde breitet sich weiter "rasch" aus
-
Ermittlungen gegen Soldaten im Zusammenhang mit Evakuierungsmission in Afghanistan
-
"Tut extrem weh": Funk Vierte im Kayak Cross
-
Taifun "Noul" trifft in China auf Land
-
"Verdacht eines Anschlags" beim CSD Berlin: Ermittler fahnden nach 21-Jährigem
-
Todesfahrt bei CSD in Berlin - Mutmaßlich islamistischer Tatverdächtiger
-
Bericht: Fast jeder zweite Rentner muss Steuern nachzahlen
-
Mutmaßlich islamistischer Tatverdächtiger nach Angriff auf CSD identifiziert
-
Polizei: Mutmaßlich islamistischer Tatverdächtiger nach Angriff auf CSD identifiziert
-
Vergewaltigungsvorwürfe: US-Demokraten nominieren neuen Kandidaten für Senatssitz
-
Fahrzeug rast bei CSD in Menschenmenge - Mindestens ein Toter
-
Merz verurteilt Todesfahrt bei CSD in Berlin als "abscheuliche Tat"
-
Waldbrände nahe Bordeaux: Evakuierungsaufruf für 55.000 weitere Menschen
-
Fahrzeug rast nahe CSD in Menschenmenge - Mindestens ein Toter
-
Polizei: Mindestens ein Toter bei Fahrzeug-Vorfall am Rande von CSD in Berlin
-
Boxen: Zachenhuber verliert WM-Kampf in Dschidda
-
Verletzte am Rande von CSD in Berlin - Offenbar Auto in Menge gefahren
-
Motto "Haltung ist hot": Hunderttausende ziehen bei CSD-Kundgebung durch Berlin
-
Polit-Prominenz, Beethoven und kritische Töne: Bayreuther Festspiele eröffnet
-
Warnstufe Rot: 340.000 Menschen in China wegen Taifun "Noul" in Sicherheit gebracht
-
"Schwierige Stunden" bei Waldbränden in Frankreich und Spanien
-
Nach Test-Wirbel: Ansah stürmt in 10,00 zum Titel
-
Bolsonaro-Sohn Flávio zum Präsidentschaftskandidaten in Brasilien gekürt
-
Norris rast zur Pole - Strafen für Hamilton und Antonelli
-
Waldbrände in Frankreich: Präsident Macron verspricht Wiederaufbau
-
Zwei Tote: Kleinflugzeug stürzt auf Wohnhaus in Niedersachsen
-
Mindestens 20 Tote bei gegenseitigen Angriffen Russlands und der Ukraine
-
Norris beendet Mercedes-Serie - Strafe für Hamilton
-
Polit-Prominenz und Beethoven-Symphonie: Bayreuther Festspiele eröffnet
-
Indische Kakerlaken-Bewegung verkündet Einigung mit Regierung und beendet Proteste
-
Schlussetappe der Tour de France wird wegen Waldbränden um 44 Kilometer verkürzt
-
Bayern-Talenteschau bei Niederlage in Wiesbaden
-
Mercedes-Serie beendet: Norris rast zur Pole in Ungarn
-
Kasachischer Präsident fordert Putin zu Stopp der Kämpfe in der Ukraine auf
-
Guterres fordert Hilfe für Syrien und kritisiert Israels Vorgehen auf Golanhöhen
-
Motto "Haltung ist hot": Hnderttausende ziehen bei CSD-Kundgebung durch Berlin
-
Über 40 Grad: Japan verzeichnet fünften "grausam heißen Tag" in Folge
-
USA und Iran verschärfen Seekonflikt - Huthis melden Angriff auf Saudi-Arabien
Madagaskar: Elite-Einheit der Armee übernimmt nach eigenen Angaben die Macht
In Madagaskar hat nach wochenlangen Protesten gegen die Regierung eine Elite-Einheit der Armee nach eigenen Angaben die Führung übernommen. "Ab heute übernehmen wir die Macht und lösen den Senat und den Obersten Verfassungsgerichtshof auf", sagte der Chef der Einheit Capsat, Michael Randrianirina, am Dienstag vor dem Präsidentenpalast des ostafrikanischen Landes in Antananarivo. Die Verwaltung des ins Ausland geflohenen Präsidenten Andry Rajoelina sprach von einem "Putschversuch".
Mit Blick auf das Unterhaus im madagassischen Zweikammer-Parlament sagte Armeekommandeur Randrianirina weiter: "Die Nationalversammlung lassen wir weiterhin arbeiten." Er fügte hinzu, dass die Militäreinheit ein Regierungskomitee aus Mitgliedern der Armee, der Gendarmerie und der nationalen Polizei bilden werde.
Der Ausschuss werde die Arbeit der Präsidentschaft übernehmen. "Vielleicht werden mit der Zeit auch hochrangige zivile Berater hinzukommen", betonte Randrianirina. "Gleichzeitig werden wir nach einigen Tagen eine zivile Regierung bilden." Die von Randrianirina angeführte wichtige Armeeeinheit Capsat hatte sich bereits am Wochenende auf die Seite regierungskritischer Demonstranten gestellt.
Nach Randrianirinas Ansprache jubelten Menschenmengen in der Hauptstadt einem Konvoi aus Mitgliedern der Militäreinheit zu. Wie AFP-Journalisten berichteten, fuhren Capsat-Mitglieder auf gepanzerten Geländewagen und Pick-ups durch die Hauptstadt. Menschenmengen füllten die Straßen, jubelten und winkten den vorbeifahrenden Soldaten zu. Einige folgten dem Konvoi mit ihren Autos und hupten. Auf dem Platz des 13. Mai feierten Menschen, schwenkten madagassische Flaggen und sangen.
Die Präsidentschaft Madagaskars verurteilte das Vorgehen der Eliteeinheit als "Putschversuch". Präsident Rajoelina bleibe weiter im Amt, hieß es weiter. Der ins Ausland geflohene 51-Jährige hatte am Dienstagmorgen das Parlament aufgelöst, um eine Abstimmung über seine Absetzung zu verhindern. Diese fand dennoch statt: Mit großer Mehrheit votierten die Abgeordneten des Unterhauses für Rajoelinas Entfernung aus dem Amt. Die Präsidentschaft erklärte die Abstimmung für illegal.
Das Verfassungsgericht stellte indes die "Vakanz" des Präsidentenamtes fest und forderte in einer Erklärung "die zuständige Militärbehörde", die durch Oberst Randrianirina vertreten werde, auf, "die Aufgaben des Staatschefs auszuüben".
Die Proteste in Madagaskar hatten am 25. September begonnen. Auslöser waren regelmäßige Stromausfälle von mehr als zwölf Stunden pro Tag sowie Probleme bei der Wasserversorgung. Die mit Blick auf das junge Alter der meisten Protestierenden unter dem Namen "Gen Z" zusammengeschlossene Protestbewegung hatte unter anderem Rajoelinas Rücktritt gefordert. Nach UN-Angaben wurden seit Beginn der Proteste mindestens 22 Menschen getötet und mehr als 100 weitere verletzt. Rajoelina sprach von zwölf Toten, bei ihnen handele es sich um "Plünderer" und "Einbrecher".
Das vor der afrikanischen Ostküste liegende Madagaskar gehört trotz seines Reichtums an Rohstoffen zu den ärmsten Ländern der Welt. Fast 75 Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze.
Das Land hat eine lange Geschichte von Volksaufständen, auf die jeweils militärische Übergangsregierungen folgten. Rajoelina war nach einem Volksaufstand im Jahr 2009 vom Militär zum Übergangspräsidenten ernannt worden. Nachdem er sich 2014 zurückgezogen hatte, wurde er 2018 zum Präsidenten gewählt und 2023 in einer von der Opposition boykottierten Wahl für fünf Jahre im Amt bestätigt.
R.Fischer--VB