-
Macron: Gespräch mit Trump über Lage in Ukraine und im Roten Meer "konstruktiv"
-
Heizkosten 2025 wieder gestiegen - fossile Heizungen "langfristig immer teurer"
-
Kallas dringt auf Aufrechterhalten von EU-Sanktionen gegen Russland
-
Nach Trumps "Sabotage"-Vorwurf: UNO überprüft Rolltreppe und Teleprompter
-
Infantino zeigt sich offen für Dialog über Reformen
-
Mecklenburg-Vorpommern: CDU-Chef Peters tritt zurück - SPD kündigt Sondierungen an
-
USA, Dänemark und Grönland unterzeichnen am Dienstag ihr Sicherheitsabkommen
-
Nach Ausscheiden aus Landtag Mecklenburg-Vorpommerns: Parteichef Peters tritt zurück
-
Mecklenburg-Vorpommerns SPD kündigt Sondierungen mit Linkspartei und Grünen an
-
Werder-Frauen verpassen vierten Sieg
-
Düngemittel-Deal: Trump will Kalisalz aus Belarus statt aus Kanada kaufen
-
Nach Hausverbot für CNN: Große US-Sender schränken Trump-Berichterstattung ein
-
Bauchmuskelzerrung: Gruda verpasst Länderspiele
-
Nach Hausverbot für CNN: Große US-Sender schränken Berichterstattung über Trump ein
-
Zehntausende Beschäftigte protestieren gegen "Kahlschlag" in der Autoindustrie
-
"Gerechtigkeitsproblem": Merz deutet Änderungen bei dualem Krankenkassen-System an
-
22-Jähriger Bergsteiger an Klettersteig in Allgäuer Alpen tödlich verunglückt
-
Nach Flucht vor Schusswechsel: Polizistinnen in Nordrhein-Westfalen keine Beamte mehr
-
Nana Mouskouri und Herfried Münkler erhalten Verdienstorden der Bundesrepublik
-
Grüne kritisieren Merz: "Frei von Demut und Realitätsbezug"
-
CDU-Wahlfiasko: Merz will umsteuern - SPD mahnt Änderungen bei Reformen an
-
Dobrindt will deutlich mehr Syrern den Schutzstatus entziehen lassen
-
USA verschärfen Sanktionen gegen iranische Airlines ab Mittwoch
-
Prozess um Kurierdienst von krimineller Bande: Mehrjährige Haftstrafen in München
-
Finale als Ziel? Gwinn hat "Lust auf mehr"
-
Debatte nach Landtagswahlen: CSU-Chef Söder fordert Reformbekenntnis von SPD
-
Nach Linken-Wahlsieg in Berlin beginnt Debatte über neue Landesregierung
-
IG Metall: 175.000 Beschäftigte beim Aktionstag Automobilindustrie
-
Nach Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: Zeichen stehen auf Rot-Rot-Grün
-
Merz kündigt baldiges Bundesgesetz gegen Enteignungen an - Kritik an Linken
-
"Trassenrabatt": Nahverkehrsunternehmen fordern Unterstützung
-
OVG Sachsen: Kein Anspruch auf Lehrerausbildung für rechtsextreme Bewerberin
-
Bild: Blessin vor Unterschrift in Gladbach
-
Sechs Jahre Jugendstrafe nach tödlicher Drogeninjektion in Hamburg
-
Prozess wegen Falschaussage zu Maut: Ex-Minister Scheuer weist Vorwürfe zurück
-
IG Metall fordert Unterstützung für kriselnde Autoindustrie - Kritik auch an Konzernen
-
Hamburgs CDU-Landeschef Thering: Merz muss notfalls Vertrauensfrage stellen
-
"Gerechtigkeitsproblem": Merz deutet Abkehr von dualem System bei Krankenkasse an
-
Putins Partei Geeintes Russland gewinnt Parlamentswahl mit Rekordergebnis
-
Merz will Wahlen aufarbeiten: "Für CDU stellen sich jetzt grundsätzliche Fragen"
-
Eralp lehnt Berliner Olympia-Bewerbung ab
-
Razzia in Wohnort von Verdächtigem im Westjordanland nach tödlichem Angriff auf jüdischen Siedler
-
Junger IS-Anhänger soll Gewalttat geplant haben: Prozess in Bremen begonnen
-
USA wollen Kommunikationskanal mit China zu KI-Gefahren aufbauen
-
OVG: Berliner Verkehrsbetriebe müssen Nius-Werbekampagne fortsetzen
-
EU-Strafe von 400 Millionen Euro gegen Google wegen Datenschutzverstößen bei Geodaten
-
Gericht: Verein Jüdische Stimme darf weiter vorläufig als extremistisch eingestuft werden
-
Spanien: Nationaltrainer de la Fuente verlängert bis 2032
-
Bundestag und Bundesrat sollen in dieser Woche neuen Tankrabatt beschließen
-
CDU-Politiker warnen vor Risiko für Sicherheit bei Linken-Regierung in Berlin
Nach Hamas-Propaganda-Videos: Israel fordert mehr Aufmerksamkeit für Geiseln
Nach der Veröffentlichung von Propagandavideos ausgehungerter Geiseln durch islamistische Palästinenserorganisationen drängt Israel auf mehr Aufmerksamkeit für die im Gazastreifen festgehaltenen Menschen. Der israelische Außenminister Gideon Saar sagte am Montag vor Journalisten, er habe seine Amtskollegen aufgerufen, das Schicksal der Geiseln "ins Zentrum der globalen Tagesordnung" zu rücken. Für Dienstag kündigte Saar seine Teilnahme an einer kurzfristig anberaumten Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats zur Lage der Geiseln an.
Israels Außenminister Saar sagte weiter, die Welt müsse "dem Phänomen der Entführung von Zivilisten ein Ende setzen". Die Sicherheitsratssitzung, zu der Saar nach eigenen Angaben zum UN-Sitz in New York reist, hatte zuvor der israelische UN-Botschafter Danny Danon angekündigt. In ihrem Zentrum werde die "schlimme Lage der Geiseln in Gaza" stehen, erklärte Danon.
Die Hamas und die mit ihr verbündete Gruppe Islamischer Dschihad hatten in den vergangenen Tagen drei Propagandavideos von seit Oktober 2023 gefangen gehaltenen Geiseln verbreitet. Eines der Videos zeigt den abgemagerten Evyatar David, wie er sich in einem engen Tunnel sein eigenes Grab zu schaufeln scheint. Ein anderes Video zeigt, wie der Deutsch-Israeli Rom Braslavski sich Nachrichtenvideos über die Hungersnot der Palästinenser im Gazastreifen anschauen muss.
Die Aufnahmen der ausgehungerten Geiseln lösten in Israel und international großes Entsetzen aus. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu zeigte sich bestürzt und wertete die Bilder als Beleg dafür, dass die Hamas den Krieg mit seinem Land nicht durch Verhandlungen beenden wolle.
Die Islamisten wollten Israel mit ihren "Horrorvideos" brechen, sagte Netanjahu und fügte an: "Aber wir werden uns nicht brechen lassen. Ich bin noch entschlossener denn je, unsere entführten Söhne zu befreien, die Hamas zu vernichten und dafür zu sorgen, dass der Gazastreifen keine Bedrohung mehr für den Staat Israel darstellt."
Netanjahu bat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zudem laut seinem Büro, die Versorgung der Geiseln mit Nahrungsmitteln und sofortiger medizinischer Hilfe zu unterstützen.
Die IKRK-Delegation in Israel und den besetzten Palästinensergebieten äußerte sich "entsetzt" über die "erschütternden" Geisel-Videos. Die Delegation bekräftigte ihre Forderung nach Zugang zu den Geiseln, äußerte sich aber ansonsten nicht zu einer möglichen Versorgung der Geiseln durch das IKRK.
Die Hamas erklärte, sie werde dem IKRK den Zugang zu den Geiseln nur erlauben, wenn humanitäre Korridore für Hilfslieferungen im Gazastreifen eröffnet würden. Angesichts des Hungers im Gazastreifen und der israelischen "Belagerung" würden den Geiseln "keine Sonderrechte gewährt".
In Deutschland sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) der "Bild"-Zeitung, er sei über die Bilder der ausgehungerten Geiseln "entsetzt". Bundeskanzleramtschef Norbert Frei (CDU) forderte ein "sofortiges Ende" der "unglaublich schlechten" Behandlung der Geiseln.
Die Hamas und andere islamistische Palästinenserorganisationen halten im Gazastreifen nach israelischen Militärangaben noch 49 der 251 Geiseln fest, die sie während ihres Großangriffs am 7. Oktober 2023 verschleppt hatten. 27 davon sind dem Militär zufolge mittlerweile tot.
Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter äußerte im "Tagesspiegel" unterdessen Kritik an der Nahost-Politik der Bundesregierung. Es gelte, "unverbrüchlich an der Seite Israels zu stehen". Die deutsche Nahost-Politik mache "einen Riesenfehler, wenn sie sich der kognitiven Kriegsführung der Hamas unterwirft und einer Täter-Opfer-Umkehr das Wort redet", sagte der CDU-Politiker. Das Ziel der Hamas sei die Vernichtung Israels und unschuldiger israelischer Geiseln. Deutschland verkenne "diese Absicht der Hamas und des Irans dahinter", das gegenwärtige Handeln führe "zur Täter-Opfer-Umkehr verbunden mit unberechtigter Kritik am notwendigen Vorgehen Israels."
In den vergangenen Tagen hatten Regierungsvertreter zunehmende Kritik am Vorgehen Israels im Gazastreifen geäußert - insbesondere vor dem Hintergrund der katastrophalen humanitären Lage dort.
Vor diesem Hintergrund hatte die Bundeswehr in der vergangenen Woche gemeinsam mit Jordanien eine Luftbrücke zur Versorgung des Palästinensergebiets eingerichtet. Für Montag war nach Angaben einer Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums ein weiterer Hilfsflug geplant. Bis Montagvormittag habe die Bundeswehr mit insgesamt fünf Flügen etwa 43 Tonnen an Hilfsgütern abgeworfen, darunter Reis, Mehl und Fertiggerichte.
Unterdessen riefen hunderte ehemalige israelische Sicherheitsbeamte - darunter ehemalige Geheimdienstchefs - US-Präsident Donald Trump auf, die Regierung ihres Landes zur Beendigung des Kriegs im Gazastreifen zu drängen. Nach ihrer Einschätzung stelle die Hamas "keine strategische Gefahr mehr für Israel dar", hieß es in dem in der Nacht auf Montag verbreiteten offenen Brief, den insgesamt 550 Menschen unterzeichnet hatten.
Unter ihnen sind drei ehemalige Chefs des israelischen Auslandsgeheimdiensts Mossad, fünf ehemalige Leiter des Inlandsgeheimdiensts Schin Bet sowie der ehemalige Regierungschef Ehud Barak, der zuvor unter anderem jahrelang als Generalstabschef der Armee gedient hatte.
Das wichtigste verbliebene Ziel Israels, die Heimkehr aller Geiseln, könne lediglich über ein Abkommen erreicht werden, hieß es weiter. Der Krieg sei nunmehr "nicht mehr gerecht" und führe dazu, dass der "Staat Israel seine Sicherheit und Identität verliert".
W.Huber--VB