-
Erinnerungsstücke von Brigitte Bardot erzielen bei Auktion fast eine Million Euro
-
Deutsche Olympia-Chancen: "In der Lage, flexibel zu reagieren"
-
Aaron Donald ist zurück - Rams fertigen Giants ab
-
"Nicht kleinreden": Zverev-Bruder kontert Kritiker
-
Verbandswechsel: DFB wartet bei Ben Farhat auf grünes Licht
-
UN-Generaldebatte beginnt: Trump spricht vor Staats- und Regierungschefs
-
Selenskyj trifft Trump in New York
-
Große US-Sender schränken aus Protest gegen CNN-Hausverbot Trump-Berichterstattung ein
-
Macron: Gespräch mit Trump über Lage in Ukraine und im Roten Meer "konstruktiv"
-
Heizkosten 2025 wieder gestiegen - fossile Heizungen "langfristig immer teurer"
-
Kallas dringt auf Aufrechterhalten von EU-Sanktionen gegen Russland
-
Nach Trumps "Sabotage"-Vorwurf: UNO überprüft Rolltreppe und Teleprompter
-
Infantino zeigt sich offen für Dialog über Reformen
-
Mecklenburg-Vorpommern: CDU-Chef Peters tritt zurück - SPD kündigt Sondierungen an
-
USA, Dänemark und Grönland unterzeichnen am Dienstag ihr Sicherheitsabkommen
-
Nach Ausscheiden aus Landtag Mecklenburg-Vorpommerns: Parteichef Peters tritt zurück
-
Mecklenburg-Vorpommerns SPD kündigt Sondierungen mit Linkspartei und Grünen an
-
Werder-Frauen verpassen vierten Sieg
-
Düngemittel-Deal: Trump will Kalisalz aus Belarus statt aus Kanada kaufen
-
Nach Hausverbot für CNN: Große US-Sender schränken Trump-Berichterstattung ein
-
Bauchmuskelzerrung: Gruda verpasst Länderspiele
-
Nach Hausverbot für CNN: Große US-Sender schränken Berichterstattung über Trump ein
-
Zehntausende Beschäftigte protestieren gegen "Kahlschlag" in der Autoindustrie
-
"Gerechtigkeitsproblem": Merz deutet Änderungen bei dualem Krankenkassen-System an
-
22-Jähriger Bergsteiger an Klettersteig in Allgäuer Alpen tödlich verunglückt
-
Nach Flucht vor Schusswechsel: Polizistinnen in Nordrhein-Westfalen keine Beamte mehr
-
Nana Mouskouri und Herfried Münkler erhalten Verdienstorden der Bundesrepublik
-
Grüne kritisieren Merz: "Frei von Demut und Realitätsbezug"
-
CDU-Wahlfiasko: Merz will umsteuern - SPD mahnt Änderungen bei Reformen an
-
Dobrindt will deutlich mehr Syrern den Schutzstatus entziehen lassen
-
USA verschärfen Sanktionen gegen iranische Airlines ab Mittwoch
-
Prozess um Kurierdienst von krimineller Bande: Mehrjährige Haftstrafen in München
-
Finale als Ziel? Gwinn hat "Lust auf mehr"
-
Debatte nach Landtagswahlen: CSU-Chef Söder fordert Reformbekenntnis von SPD
-
Nach Linken-Wahlsieg in Berlin beginnt Debatte über neue Landesregierung
-
IG Metall: 175.000 Beschäftigte beim Aktionstag Automobilindustrie
-
Nach Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: Zeichen stehen auf Rot-Rot-Grün
-
Merz kündigt baldiges Bundesgesetz gegen Enteignungen an - Kritik an Linken
-
"Trassenrabatt": Nahverkehrsunternehmen fordern Unterstützung
-
OVG Sachsen: Kein Anspruch auf Lehrerausbildung für rechtsextreme Bewerberin
-
Bild: Blessin vor Unterschrift in Gladbach
-
Sechs Jahre Jugendstrafe nach tödlicher Drogeninjektion in Hamburg
-
Prozess wegen Falschaussage zu Maut: Ex-Minister Scheuer weist Vorwürfe zurück
-
IG Metall fordert Unterstützung für kriselnde Autoindustrie - Kritik auch an Konzernen
-
Hamburgs CDU-Landeschef Thering: Merz muss notfalls Vertrauensfrage stellen
-
"Gerechtigkeitsproblem": Merz deutet Abkehr von dualem System bei Krankenkasse an
-
Putins Partei Geeintes Russland gewinnt Parlamentswahl mit Rekordergebnis
-
Merz will Wahlen aufarbeiten: "Für CDU stellen sich jetzt grundsätzliche Fragen"
-
Eralp lehnt Berliner Olympia-Bewerbung ab
-
Razzia in Wohnort von Verdächtigem im Westjordanland nach tödlichem Angriff auf jüdischen Siedler
Deutschland plant vorerst keine Anerkennung von Palästinenserstaat
Anders als Frankreich plant die Bundesregierung "kurzfristig" keine Anerkennung eines Palästinenserstaats. Deutschland sei aber "bereit, den Druck zu erhöhen", wenn Fortschritte bei der Lösung des Nahost-Konflikts ausblieben, erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Freitag. Im politischen Berlin stieß die Ankündigung Frankreichs, Palästina im September als eigenen Staat anzuerkennen, auf ein geteiltes Echo.
Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte am Donnerstag überraschend erklärt, Frankreich wolle bei der UN-Generalversammlung im September einen palästinensischen Staat offiziell anerkennen. Dies wurde unter anderem als Reaktion auf die katastrophale humanitäre Lage der Bevölkerung im Gazastreifen gesehen.
Die Anerkennung eines Palästinenserstaates betrachte Deutschland weiter "als einen der abschließenden Schritte auf dem Weg zur Verwirklichung einer Zweistaatenlösung", erklärte in Berlin Regierungssprecher Kornelius. Geplant sei jedoch nicht, "kurzfristig einen palästinensischen Staat anzuerkennen".
Die Bundesregierung forderte aber, "die katastrophale humanitäre Lage in Gaza sofort und drastisch" zu verbessern und der "leidenden Zivilbevölkerung menschenwürdige, dringend notwendige Versorgung zukommen" zu lassen. Besorgt zeigte sich Berlin auch über die Lage im Westjordanland, wo immer mehr Gebiete von jüdischen Siedlern besetzt werden. Es dürfe "keine weiteren Schritte hin zu einer Annexion des Westjordanlandes geben".
Ähnlich äußerte sich auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU). Zwar gehöre es zur Politik der Bundesregierung, auch durch konkrete Schritte "den Staatsbildungsprozess Palästinas zu fördern", die Anerkennung eines palästinensischen Staates stehe aus deutscher Sicht aber "eher am Ende dieses Prozesses", sagte er der ARD. Für den Schritt Macrons äußerte Wadephul Verständnis. Der Unterschied zwischen beiden Ländern liege nicht im Ziel, sondern in "der Verfahrensweise".
Zur Begründung der deutschen Position sagte Wadephul zudem, die Bundesregierung sehe die Frage der Anerkennung als "einen gegenseitigen Prozess an". Dies bedeute für ihn: "Israel müsste dann Palästina anerkennen und Palästina Israel". Dies sei jedoch ein kompliziertes Vorhaben im Rahmen der angestrebten Zweistaatenlösung.
Über das weitere Vorgehen der Bundesregierung wird am Montag womöglich das Sicherheitskabinett beraten. Wie es aus Regierungskreisen in Berlin hieß, ist eine Sitzung für Montagnachmittag geplant.
Bei den Parteien im Bundestag stieß der Vorstoß des französischen Präsidenten auf ein unterschiedliches Echo. Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt warnte, mit Macrons Vorstoß komme die internationale Gemeinschaft dem Ziel von zwei Staaten, die sich gegenseitig respektierten, "keinen Schritt näher". Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet äußerte im WDR Zweifel, ob Macrons Schritt "dem Friedensprozess gedient hat". Ebenso wie CSU-Generalsekretär Martin Huber sprach Laschet von einer Belohnung für die radikalislamische Hamas.
Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Siemtje Möller nannte eine deutsche Anerkennung Palästinas "verfrüht". Sie werde "an der schrecklichen Situation in Gaza zunächst nichts ändern". Gleichwohl dürfe eine Anerkennung "kein Tabu" sein. Israel müsse den "Siedlungsbau im Westjordanland und die Vertreibungspläne in Gaza" unverzüglich stoppen.
Für dauerhaften Frieden brauche es eine Verhandlungslösung und die "gegenseitige Anerkennung" von Israel und Palästina, sagte Grünen-Chefin Franziska Brantner dem "Tagesspiegel". Sie verlangte "endlich ernsthaften Druck für einen sofortigen Waffenstillstand". Dazu gehörten ein Waffenexportstopp an Israel für den Einsatz in Gaza und eine Überprüfung des Assoziierungsabkommen zwischen Israel und der EU.
Linken-Chef Jan van Aken sah in Macrons Schritt "ein wichtiges Zeichen". "Die Bundesregierung sollte dem Schritt Frankreichs sofort folgen und auch Palästina als souveränen Staat anerkennen", sagte er AFP.
Der AfD-Außenpolitiker Markus Frohnmaier nannte Macrons Entscheidung "inhaltlich falsch".
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, nannte Macrons Schritt für eine Anerkennung Palästinas "völlig fehlgeleitet". Er werde von "der Propaganda der radikalislamischen Hamas als Erfolg gefeiert", sagte er der Nachrichtenagentur AFP.
Die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft (DPG) begrüßte Macrons Schritt. Es sei an der Zeit, dass die Bundesregierung "endlich den palästinensischen Staat ebenso anerkennt".
M.Betschart--VB