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Kommunisten-Chef: Macron erwägt Regierung der nationalen Einheit
Bei seiner Suche nach Partnern für eine Regierungsmehrheit im Parlament hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Kommunisten nach deren Angaben gefragt, ob sie zur Bildung einer "Regierung der nationalen Einheit" bereit seien. Dies sagte deren Parteichef Fabien Roussel am Dienstagabend nach einem Gespräch mit Macron im Elysée-Palast. Der Präsident habe auch gefragt, ob eine solche Initiative "die Lösung ist, um das Land aus der Krise zu führen", sagte Roussel weiter.
Macron trifft nach der Schlappe seines Wahlbündnisses bei der Parlamentswahl noch bis Mittwoch die Spitzenvertreter der wichtigsten Parteien zu einem je einstündigen Gespräch. Bei den konservativen Republikaner holte er sich bereits eine Abfuhr. Seine Partei werde "weder einen Pakt noch eine Koalition" eingehen, hatte Parteichef Christian Jacob am Dienstag gesagt.
Macrons in der politischen Mitte angesiedeltes Wahlbündnis Ensemble hatte bei der Parlamentswahl am Sonntag seine absolute Mehrheit verloren und findet sich nun mit starken Blöcken am äußersten rechten und linken Rand wieder. Hinzu kommen als größere Fraktion noch vor allem die konservativen Republikaner. Es gilt daher als äußerst schwierig, eine Regierungsmehrheit auf die Beine zu stellen.
O.Lorenz--BTB