-
Digitalisierung des Bundeswehr-Heeres verzögert sich und verteuert sich
-
Südafrikas Kommunalwahlen stehen im Zeichen kommunaler Versorgungskrisen
-
Trump signalisiert Kooperationsbereitschaft trotz demokratischer Mehrheit
-
Polizeieinsätze gegen linke Proteste lösen Debatte über staatliche Härte aus
-
Fünfzehn Jahre nach dem NSU bleiben Fragen zu Unterstützern offen
-
Hakeem Jeffries steht vor dem Aufstieg zum mächtigsten Demokraten im Kongress
-
Demokraten gewinnen in Texas Senatssitz und Gouverneursamt
-
Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen beide Kongresskammern
-
Abdul El-Sayed gewinnt Senatssitz in Michigan und schreibt Geschichte
-
Trump signalisiert nach Midterms Gesprächsbereitschaft mit den Demokraten
-
Schwere Gewitterwarnung für Ost-Australien: Zerstörerische Winde und Hagel drohen
-
Die Pitch-Präsentationen und Keynote-Redner für Blue Magic Netherlands am 17. November stehen fest
-
Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
-
Letzte Funksprüche zeigen Kontrollverlust vor Learjet-Absturz in Florida
-
Der Begriff „migrantisches Milieu“ belebt die Stadtbild-Debatte neu
-
Europas digitale Finanzinfrastruktur soll unabhängiger und robuster werden
-
Google ehrt Zelda mit Zeitreise-Easter Egg zur Switch-2-Veröffentlichung
-
Raiffeisen Bank International muss den geplanten Addiko-Deal neu strukturieren
-
Dobrindts Äußerung über „Chaoten“ löst Kritik von Grünen und Linken aus
-
Mehr als 1000 Berliner SPD-Mitglieder wenden sich gegen Rot-Grün-Rot um jeden Preis
Lindner fordert "Umkehr" in Haushaltspolitik
Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) hat nachdrücklich eine "Umkehr" in der Haushaltspolitik der Bundesregierung eingefordert. Mit Blick auf drastisch steigende Zinskosten sprach Lindner am Dienstag in einer Rede vor dem Industrieverband BDI von "einer Steilwand, die sich vor uns auftut". Absoluten Vorrang müsse die Bekämpfung der Inflation haben, sagte er weiter im Vorfeld von Spitzenberatungen der Koalition am Mittwoch.
Lindner wies darauf hin, er müsse im Etat für das kommende Jahr 30 Milliarden Euro für Zinskosten einplanen, nach vier Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Dies sei für ihn "ein Signal". "Wir können uns zusätzliche Schulden nicht mehr leisten", erteilte er Forderungen nach einer Lockerung der Schuldenbremse erneut eine Absage.
"Priorität in diesen Tagen und Wochen ist die Bekämpfung der Inflation", stellte Lindner seine Position klar. "Viele Menschen spüren die Inflation beim Blick in den Kühlschrank", sagte er. Daher müsse es jetzt das vorrangige Ziel sein, "die Inflationsdynamik zu unterbrechen".
Der FDP-Minister kritisierte, in den vergangenen Jahren hätten sich die Regierenden auf niedrigen Zinskosten und einer vermeintlichen Friedensdividende ausgeruht. Dabei hätten sie "die Umverteilungsmarge immer weiter vergrößert". In der Zeit der Corona-Pandemie sei dann noch einmal "eine extrem expansive Finanzpolitik" hinzugekommen.
"Nun ist die Inflation da in einem in Deutschland zuvor nicht gekanntem Maße", sagte der FDP-Chef weiter. Dies bedeute, dass es zwar "natürlich Aufgaben bei der Transformation" gebe - es werde aber "nicht alles gleichzeitig möglich" sein. Man müsse jetzt eine Konsolidierung "durch Priorisierung" erreichen. "Erst muss der Wohlstand erwirtschaftet werden, bevor die Politik ihn ausgeben kann."
Eine Absage erteilte Lindner erneut Forderungen nach einer Übergewinnsteuer für übermäßige Krisengewinne etwa von Mineralölkonzernen. "Wer am Stammtisch entscheidet, was ein Übergewinn ist, gibt das deutsche Steuerrecht der Willkür preis", warnte der FDP-Chef.
Auch eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes zur Finanzierung von Entlastungen für kleinere oder mittlere Einkommen werde es mit ihm nicht geben. "Das wäre nichts anderes als Sabotage an der wirtschaftlichen Erholung unseres Landes zu betreiben", sagte er mit Blick auf solche Überlegungen bei SPD und Grünen.
O.Bulka--BTB