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Zehntausende Georgier demonstrieren für baldige EU-Mitgliedschaft
In der georgischen Hauptstadt Tiflis haben am Montag zehntausende Menschen für eine baldige EU-Mitgliedschaft des Landes demonstriert. Die rund 60.000 Teilnehmer der Kundgebung schwenkten bei dem "Marsch für Europa" EU-Flaggen.
Die Europäische Kommission hatte am Freitag empfohlen, der Ukraine und dem Nachbarland Moldau den EU-Kandidatenstatus zu verleihen. Für Georgien empfahl EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen lediglich eine "europäische Perspektive".
Initiatoren der Demonstration in Tiflis waren die führenden demokratischen Gruppen. Sie wurden aber von allen Oppositionsparteien dabei unterstützt, das "Bekenntnis des georgischen Volkes zu ihrer europäischen Wahl und ihren westlichen Werten zu demonstrieren".
Die Organisatoren der Kundgebung schrieben auf Facebook, "Freiheit, Frieden, ökonomische Nachhaltigkeit, der Schutz der Menschenrechte und Gerechtigkeit" seien "die Werte, die uns alle verbinden, die durch eine Integration in die EU garantiert würden". Die georgische Präsidentin Salome Surabischwili sagte im Fernsehen, sie grüße alle, die zu der Kundgebung kämen. "Wir müssen uns an diesem historischen Tag für unser Land einsetzen."
Die EU-Kommission will Ende 2022 ihre Entscheidung zum Aufnahmeantrag Georgiens überprüfen. Die georgische Regierungspartei Georgischer Traum hatte die Ansicht vertreten, das Land schneide in jeder "messbaren Hinsicht" besser ab als die Ukraine und Moldau.
F.Müller--BTB