-
Nach El-Mala-Coup: Köln holt Skhiri zurück
-
Eklat um Weihnachtsbaum vor Kita in Hamburg: Urteil gegen Aufsteller rechtskräftig
-
Nach schweren Unwettern in mehreren Bundesländern: DWD warnt vor Starkregen
-
Hyundai-Beschäftigte in Südkorea streiken für Anhebung des Rentenalters
-
Trockenheit wegen El Niño: Schiffsverkehr durch den Panamakanal wird reduziert
-
Bayern ohne Musiala im Supercup, aber Kompany "total ruhig"
-
Brand im Hohen Venn: Behörden warnen vor Betreten des Gebiets
-
84-Jährige stirbt nach Raubüberfall in Hannover an zugefügten Verletzungen
-
Ende 2025 rund 32.500 Prostituierte in Deutschland bei Behörden gemeldet
-
Farbattacke auf Bernd das Brot: Figur von Fernsehcharakter in Erfurt beschmiert
-
Medienbericht: Geheimes Waffenlager bei Berlin gefunden
-
Freiburg legt Grundstein: "Wollen wieder auf Reisen gehen"
-
"Anstiftung zur Subversion": Organisatoren von Tiananmen-Mahnwachen in Hongkong verurteilt
-
"Das sind keine beliebten Projekte": Warken will an Reformkurs festhalten
-
Ausgaben für Sozialhilfe 2025 um sechs Prozent gestiegen
-
Aufgabe gegen Swiatek: Sorgen bei Rybakina vor US Open
-
Waldbrände: SPD spricht sich für besondere Auszeichnung für Feuerwehrleute aus
-
Organisatoren von Tiananmen-Mahnwachen in Hongkong schuldig gesprochen
-
IS-Anhängerin soll Anschlag auf Parlament von Bundesstaat New York geplant haben
-
Nach Jodie Foster benannte Schlange in England erfolgreich gegen Krebs behandelt
-
Wirtschaftsverbände und Großkonzerne drängen Bundesregierung zu Reformen
-
Melania Trump scherzt über Abwesenheit: "Ich habe gehört, Ihr habt mich vermisst"
-
Trockenheit wegen El Niño: Schiffsverkehr durch den Panama-Kanal wird reduziert
-
Mutmaßlich vertauschte Nierentests: Prozess um Tod von Maradona unterbrochen
-
Conference League: Freiburg legt in der Qualifikation vor
-
Medien: Bayern ohne Musiala im Supercup
-
Donau-Niedrigwasser: Bulgarien drosselt Leistung seines einzigen Atomkraftwerks
-
Nord Stream: Gericht in Kroatien ordnet U-Haft für ukrainischen Taucher an
-
"Ich bin zurück": Alcaraz gibt Comeback bei US Open
-
Berlin, London, Rom und Paris: Israel muss Siedlungspläne für Westjordanland zurücknehmen
-
Tennis: Alcaraz kehrt bei US Open zurück
-
USA fordern Unterstützung für "Wirtschaftskrieg" gegen den Iran
-
Sachsen-Anhalt: Schulze kritisiert AfD-Wahlaufruf von CDU-Politiker
-
Vertrag bis 2031: El Mala verlängert in Köln
-
Aus den USA abgeschobene Migranten landen in Liberia
-
Hohe Energiepreise: Linken-Ko-Chefin Schwerdtner wirft Regierung Untätigkeit vor
-
Wagenknecht: BSW unterstützt einzelne AfD-Vorhaben in Sachsen-Anhalt
-
Springen: Deutschland vor Finale auf Gold-Kurs - Hinners Zweite
-
Meta-Chef Zuckerberg kauft Schloss in Irland
-
Deutschland Tour: Franzose Barré gewinnt 1. Etappe
-
Zwei Tote bei schweren Unwettern in mehreren Bundesländern
-
Iran-Krieg: Neuer US-Flugzeugträger in Region eingetroffen
-
Spanien richtet zwei Flüchtlingslager in Ceuta ein
-
Waldbrand in Belgien "vollumfänglich unter Kontrolle" - deutsche Feuerwehr zieht ab
-
Jugendliche zu Straftaten angestachelt: Bundesanwaltschaft ermittelt zu Terrorvorwurf
-
Per Anhalter: Französischer Präsidentschaftskandidat trifft Wähler
-
Haftstrafen für Männer in Berlin wegen Marihuanaschmuggels in Millionenumfang
-
Entdeckung von schnellstem Stern der Milchstraße verspricht Erkenntnisse über Schwarzes Loch
-
26 Jahre nach Tötung von Ehefrau in Bayern: Bundesgerichtshof bestätigt Mordurteil
-
Terrorvorwurf: Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Rechtsextremist und Onlinesadist
Deutsche Politiker verurteilen parteiübergreifend Festnahme Imamoglus in Türkei
Deutsche Politikerinnen und Politiker haben parteiübergreifend die Festnahme des prominenten türkischen Oppositionspolitikers Ekrem Imamoglu und zahlreicher weiterer Menschen in der Türkei verurteilt. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan fürchte sich vor "starken Konkurrenten wie Imamoglu, die für Freiheit und eine pluralistische Gesellschaft stehen", sagte der Grünen-Politiker Cem Özdemir, dessen Familie selbst türkische Wurzeln hat, dem "Spiegel".
"Erdogan hat Angst vor Wahlen, selbst wenn es unfaire Wahlen sind", sagte der Bundeslandwirtschafts und -forschungsminister weiter. Der Istanbuler Bürgermeister Imamoglu sollte in den kommenden Tagen als Präsidentschaftskandidat der oppositionellen CHP in der Türkei nominiert werden. Erdogan reagiere darauf nach dem "Autokraten-Drehbuch", sagte Özdemir: "Wer ihm gefährlich werden kann, kommt ins Gefängnis."
"Die Festnahme von Istanbuls Oberbürgermeister Ekrem Imamoglu ist ein schwerer Angriff auf die Demokratie in der Türkei", erklärte SPD-Chef Lars Klingbeil in Berlin. Er wies darauf hin, dass Imamoglu zuvor bereits sein Universitätsabschluss aberkannt worden sei. "Der Versuch, ihn aus dem politischen Wettbewerb auszuschalten, ist unübersehbar", erklärte Klingbeil dazu weiter.
Der SPD-Chef forderte die sofortige Freilassung des Politikers. Er betonte die Solidarität der SPD mit "Imamoglu, unserer Schwesterpartei CHP und allen heute Festgenommenen." Er stellte klar: "Politische Willkür darf nicht die Zukunft der Türkei bestimmen." Mit ihrem Vorgehen zeige die türkische Regierung, "dass sie keine fairen Wahlen und keinen unabhängigen Rechtsstaat mehr will".
Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt nannte die Festnahmen "eine weitere Eskalation des Kampfes Erdogans gegen die Opposition". Nun werde die türkische Justiz sogar "gegen führende Repräsentanten mit breitem Rückhalt in der Bevölkerung instrumentalisiert", sagte Hardt ebenfalls dem "Spiegel". Er hoffe "auf eine pluralistische und demokratische Türkei als enger Partner Deutschlands und der EU", betonte der CDU-Politiker, doch "die aktuelle Entwicklung spricht leider dagegen".
Die CDU-Verteidigungspolitikerin Serap Güler, deren Eltern einst als sogenannte Gastarbeiter aus der Türkei nach Deutschland kamen, nannte die Festnahme von Imamoglu eine Art Staatsstreich. Die Maßnahmen der türkischen Führung "wirken wie ein Staatsstreich, um ernsthafte Konkurrenten aus dem Weg zu räumen", sagte sie. "Alle Ebenen in der Türkei sind jetzt gefordert, die Rückkehr zur Rechtsstaatlichkeit zu gewährleisten", forderte Güler im "Spiegel" weiter.
"Freie Wahlen und ein fairer Wettbewerb um das türkische Präsidialamt wurden heute angegriffen", erklärte der Vorsitzende der deutsch-türkischen Parlamentariergruppe, Max Lucks (Grüne), in Berlin. Auch Lucks, der Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages ist, wertete die Festnahme Imamoglus als Versuch Erdogans, seinen schärfsten Konkurrenten auszuschalten. "Jeder Angriff auf die Demokratie in der Türkei ist auch ein Angriff auf die deutsch-türkischen Beziehungen", warnte der Grünen-Politiker weiter.
Lucks wies auch darauf hin, dass damit ein System von Einschüchterungsversuchen durch eine "politisierte Justiz" fortgesetzt werde, das in der Türkei schon länger aus stark von Kurdinnen und Kurden bewohnten Provinzen bekannt sei. Der Grünen-Politiker erinnerte an "Bilder von Polizisten, die die Häuser von demokratisch gewählten Bürgermeistern und Kommunalpolitikern umstellen". Dass dabei "die Staatsgewalt für die eigenen Wahlergebnisse perfide eingesetzt wird, ist der eigentliche Missbrauch", fügte er hinzu.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird gegen Imamoglu wegen Vorwürfen der Korruption und Erpressung ermittelt. Auch soll er Anführer einer "kriminellen Organisation" sein und "Terrorismus" unterstützen. Festgenommen wurden auch mehr als hundert weitere Beschuldigte, unter ihnen Mitarbeitende des Bürgermeisters, Abgeordnete und Mitglieder seiner linksnationalistischen Partei CHP.
P.Vogel--VB