-
Selenskyj lanciert ersten Gipfel der Karpaten-Länder
-
Europarats-Plattform bezeichnet Wahl in Russland als "Scheinwahl"
-
Davis Cup: Zverev macht den Auftakt gegen Dodig
-
Schwedens Oppositionschefin Andersson erklärt sich zur Bildung einer Regierung bereit
-
Demografischer Wandel schlägt zu: Schülerzahl erreicht Höchststand bereits 2029
-
Ex-OpenAI-Forscher: "Wir müssen die KI-Entwicklung im Wesentlichen abschalten"
-
Warren Buffett legt Verwaltungsratsvorsitz seiner Investmentfirma nieder
-
Ceuta-Krise: An Stränden ausharrende Migranten in Zeltlager gebracht
-
Immer weiter: Ronaldo in Portugals Kader
-
Malaysias Ex-Regierungschef Najib darf Rest einer Haftstrafe im Hausarrest verbüßen
-
Armenischer Regierungschef Paschinjan mit Hessischem Friedenspreis ausgezeichnet
-
Rechtsextremer Zemmour tritt bei Frankreichs Präsidentschaftswahl an
-
Abgestürzte Drohne: Bundesanwaltschaft prüft möglichen Zusammenhang mit Leipzig
-
Anthropic: KI wird zunehmend für Entwicklung neuer KI-Systeme eingesetzt
-
Prinz Harry absolviert ersten öffentlichen Auftritt nach seiner Rückkehr nach Großbritannien
-
Bremen feiert Tag der Deutschen Einheit mit mehr als 550 Veranstaltungen
-
CDU-Generalsekretärin: Bis zu 25 Cent Entlastung beim Spritpreis
-
Weitere Rückendeckung aus der CDU für Merz vor wegweisenden Wahlen am Sonntag
-
Brunner erstmals im U21-Kader - auch Tresoldi dabei
-
Klingbeil: Europa muss bei Künstlicher Intelligenz "schnell handeln"
-
Russland wählt neues Parlament inmitten des Ukraine-Kriegs
-
Bundeswehr liegt bei Personalaufwuchs im Plan
-
Spritpreise: Klingbeil nicht grundsätzlich gegen Senkung der Mehrwertsteuer
-
Klingbeil will engere Partnerschaft mit Kanada "zügig angehen"
-
"Großes Abenteuer": Pierce Brosnan denkt mit 73 Jahren nicht an den Ruhestand
-
Hohe Spritpreise dominieren Debatten vor Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern
-
"Er sollte weg": Watzke fordert Infantino-Ablösung
-
Fehlende Briefwahlstimmen: Ermittlungen gegen Bürgermeisterkandidaten eingestellt
-
Dieselpreis steigt auf weiteren Rekordwert - Benzinpreis leicht gesunken
-
Kommunen und Handwerk erinnern Regierung vor Wahlen an ihre Verantwortung
-
Überstunden-Urteil: Gewerkschaften fordern Handeln gegen Überlastung von Lehrkräften
-
E-Bike-Fahrer stirbt in Thüringen bei Unfall mit Polizeiauto
-
Finanzminister Klingbeil pocht auf EU-weite Übergewinnsteuer
-
Leiche von drittem Todesopfer nach Sturzflut im Grand Canyon geborgen
-
Kinderschutzbund gegen pauschale Zugangsbeschränkungen bei Social Media
-
Prien hält Umgang mit digitalen Medien in der Gesellschaft für fahrlässig
-
Wohnungsbau: Auch im Juli mehr Baugenehmigungen erteilt - Anstieg aber gering
-
BSW-Gründerin Wagenknecht macht Brandmauer für AfD-Höhenflug mitverantwortlich
-
Australien verschärft Regeln: Touristen droht bei Überschreiten von Visum-Dauer Abschiebehaft
-
"NYT"-Klage gegen KI-Firmen: Nutzung von Artikeln "unfassbarer Diebstahl"
-
Allen überragt: Bills schlagen Lions trotz starkem St. Brown
-
Lys scheitert im Achtelfinale von Sao Paulo
-
Zahl überschuldeter Menschen steigt - Alleinerziehende besonders betroffen
-
DFB-Ausbootung nagt an Baumann: "Gefällt mir nicht"
-
Rankel als Eisbären-Cheftrainer? "Wäre zu früh gekommen"
-
Freiburger Klopp-Geschichten: Hund, Sofa, Rückruf, Opa
-
Klopp über Wirtz: "Einfach Flo sein"
-
Werner Herzog wird bei Filmfestival in San Sebastián für sein Lebenswerk geehrt
-
EU-Finanzminister beraten in Dublin
-
Pistorius nimmt in Texas ersten F-35-Kampfjet für Bundeswehr in Empfang
Regierung gibt sich trotz Koalitionstreits in Haushaltsdebatte optimistisch
Ungeachtet des neuen Koalitionsstreits um den Bundeshaushalt hat sich die Regierung optimistisch zu den Chancen auf eine Einigung geäußert. "Jedenfalls sind alle guten Willens", sagte Vize-Regierungssprecher Wolfgang Büchner am Montag in Berlin. Er wies darauf hin, nur eines von mehreren zum Schließen von Haushaltslücken vorgesehenen Instrumenten sei laut einem Gutachten rechtlich nicht umsetzbar.
Hintergrund der erneuten Debatte um den Haushalt sind verfassungsrechtliche Bedenken gegen eine Nutzung von eigentlich für die Gaspreisbremse eingeplanten Mitteln der Förderbank KfW für andere Zwecke. Deswegen gibt es nach Angaben von Finanzminister Christian Lindner (FDP) im Etatplan für 2025 eine Lücke von rund fünf Milliarden Euro, die noch geschlossen werden müsse.
Insgesamt geht es um eine zu schließende Lücke von neun Milliarden Euro. Weitere von der Regierung vorgesehene Finanzierungsinstrumente sind die Umwidmung von Zuschüssen an die Deutsche Bahn und die Autobahn GmbH in Darlehen, die zurückgezahlt werden müssten. Auch hierüber gibt es Debatten. Aus dem Finanzressort wurde statt eines Darlehens eine Eigenkapitalerhöhung für die Deutsche Bahn als Option genannt.
Bei der Haushaltseinigung Anfang Juli sei vereinbart worden, alle drei Finanzierungsoptionen rechtlich und wirtschaftlich prüfen zu lassen, sagte dazu Büchner. Das Ergebnis dieser Prüfung liege nun vor und werde innerhalb der Bundesregierung sorgfältig ausgewertet. Sowohl Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) als auch, "soweit ich das sehe", Lindner seien sich einig, dass zwei der drei Optionen juristisch möglich seien, eine dritte hingegen verfassungsmäßig nicht umsetzbar sei.
Erwartet werden dazu neue Spitzenberatungen von Scholz, Lindner und Vizekanzler Robert Habeck (Grüne). "Der Bundeskanzler und seine Minister sind jederzeit in der Lage, und tun das auch, miteinander zu sprechen und sich abzustimmen", sagte dazu Büchner.
Von Lindner und anderen FDP-Politikern hatte es zuvor Forderungen nach neuen Einsparungen gegeben. Genannt wurden vor allem die Bereiche Soziales und Entwicklung. An diesen Vorstößen gab es massive Kritik aus SPD und Grünen.
Lindners Vorgehen sei "unanständig" und diene "der eigenen Profilierung", sagte SPD-Chefin Saskia Esken im ZDF. Ein solches Vorgehen "beschädigt wieder einmal die Regierung", fügte sie hinzu.
Von "schlechtem Stil" Lindners sprach im Sender Phoenix SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert. Er kritisierte wie Esken, dass Lindner die Prüfergebnisse zunächst an die Medien gegeben habe, statt die Koalitionspartner zu konsultieren. Zudem erinnerte Kühnert an frühere Koalitions-Absprachen, wonach wegen der Sicherheitslage Ausnahmen von der Schuldenbremse möglich seien.
"Es gibt keinen Grund neu zu verhandeln", sagte Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch der "Rheinischen Post". "Klar ist, Kaputtsparen beim sozialen Zusammenhalt und beim Klimaschutz wird es nicht geben", betonte er weiter. Auch Audretsch kritisierte, dass Lindner ohne Absprachen die bisherige Koalitionseinigung zum Haushalt in Frage stelle.
Insgesamt enthält der im Juli vom Kabinett beschlossene Haushaltsentwurf eine sogenannte globale Minderausgabe von 17 Milliarden Euro. Diese sollte mit den genannten Instrumenten auf rund neun Milliarden Euro reduziert werden. Der Rest müsste dann im Haushaltsvollzug eingespart werden.
Oberste Priorität bei der Aufstellung des Haushaltes müssten "Investitionen in Schulen, Krankenhäuser, Umweltschutz" haben, forderte die Vorsitzende der Linken-Gruppe im Bundestag, Heidi Reichinnek. Auf eine "Priorisierung von Zukunftsinvestitionen" drang in der Mediengruppe Bayern der bayerische Finanzminister Albert Füracker (CSU).
Zum Haushalt soll es nach dem bisherigen Zeitplan am 14. August einen neuen Kabinettsbeschluss geben - besonders mit Blick auf die Reduzierung der globalen Minderausgabe. Danach geht die Vorlage zur weiteren Beratung an den Bundestag. Bis dahin würden Scholz, Lindner, und Habeck eine Lösung finden "und dann den Haushaltsentwurf dem Parlament zuleiten", äußerte sich auch Esken optimistisch.
T.Suter--VB