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Linken-Bundestagsabgeordneter Lutze wechselt zu Berliner SPD
Der Linken-Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze hat wie angekündigt die Partei und deren Bundestagsfraktion verlassen und ist zur SPD gewechselt. Wie der Berliner Landesverband der Partei am Montag auf Anfrage bestätigte, stellte Lutze dort einen Aufnahmeantrag, dem entsprochen wurde. Demnach wurde Lutze als Mitglied im Kreisverband Friedrichshain-Kreuzberg aufgenommen. Zuerst hatte der RBB am Montag darüber berichtet.
Lutze hatte am Sonntag der "Saarbrücker Zeitung" gesagt, dass er noch am Abend seinen Austritt aus der Linken erklären werde. Er sagte weiter, er wolle sein Bundestagsmandat behalten und sich der SPD-Bundestagsfraktion anschließen. Mit SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich habe er bereits über seine Aufnahme gesprochen und eine Zusage erhalten.
Lutze begründete seinen Austritt bei den Linken damit, dass er sie nicht mehr als "linkes Korrektiv zu sozialen Fehlentwicklungen" wahrnehme. "Das ist schon seit Jahren so. Die Linke ist einfach strategisch schlecht aufgestellt", sagte er der "Saarbrücker Zeitung". Der SPD-Landesvorsitzende Raed Saleh nannte die Entscheidung laut RBB "nachvollziehbar" angesichts der Entwicklung der Linkspartei im Bund.
Mit Lutzes Austritt schrumpft die Fraktion der Linken von 39 auf 38 Mandate. Das liegt knapp über der Grenze für den Fraktionsstatus von 37.
R.Flueckiger--VB