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Suche nach drei Vermissten nach Einsturz von Haus in Görlitz bei Gasexplosion
Nach dem Einsturz eines Mehrfamilienhauses in Görlitz bei einer mutmaßlichen Gasexplosion dauert die Suche nach drei Vermissten weiterhin an. "Die Suche hat absolute Priorität", sagte der Oberbürgermeister der sächsischen Stadt, Octavian Ursu (CDU), am Dienstag vor Journalisten. Bei den Vermissten handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann. "Wir sind mit den Angehörigen im Austausch und hoffen das Beste", sagte Kriminaldirektor Raik Schulze.
Zunächst waren fünf Menschen vermisst worden. Zwei von ihnen wurden später wohlbehalten angetroffen. Sie hatten sich zum Zeitpunkt des Einsturzes nicht im Haus befunden.
Spezialisten der Feuerwehr, des Rettungsdiensts und der Polizei seien nach wie vor im Einsatz, hieß es weiter. Nach Angaben des Einsatzleiters Sebastian Schramm von der Berufsfeuerwehr müssten die Trümmerteile bei der Suche händisch angehoben werden, um eventuelle Hohlräume mit Gasansammlungen aufzudecken.
Diese Arbeiten seien dadurch sehr zeitaufwändig. Der Einsatz werde sich möglicherweise bis in die Nacht ziehen. Die unmittelbar angrenzenden Gebäude seien nicht einsturzgefährdet. Zur Ursache des Einsturzes werde die Kriminalpolizei nach Abschluss der Rettungsarbeiten ermitteln, hieß es.
Das Haus in der James-von-Moltke-Straße in der Görlitzer Innenstadt war der Polizei zufolge am späten Montagnachmittag eingestürzt. Wegen eines möglichen Gasaustritts wurde der Unglücksort weiträumig evakuiert. Dazu zählten auch angrenzende Gebäude. 54 Menschen wurden zwischenzeitlich betreut und untergebracht.
W.Huber--VB