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US-Journalistin im Irak entführt
Eine US-Journalistin ist nach Angaben des US-Außenministeriums in der irakischen Hauptstadt Bagdad entführt worden. Die US-Behörden arbeiteten daran, die Freilassung der Journalistin "so schnell wie möglich" zu erreichen, teilte das Ministerium am Dienstag (Ortszeit) mit. Eine Person mit Verbindungen zur pro-iranischen paramilitärischen Katajeb Hisbollah, "die im Zusammenhang mit der Entführung stehen soll" sei von den irakischen Behörden festgenommen worden, erklärte der Staatssekretär für Globale Öffentlichkeitsarbeit im US-Außenministerium, Dylan Johnson, im Onlinedienst X.
Johnson erklärte, das Außenministerium habe die Journalistin vor den Risiken einer Reise in den Irak gewarnt. Er richtete erneut eine Warnung an alle US-Bürger: "Das Außenministerium rät allen Amerikanern, einschließlich Medienvertretern nachdrücklich, sämtliche Reisehinweise zu befolgen", erklärte er.
Die irakischen Behörden teilten derweil mit, sie hätten ein Fahrzeug abgefangen, das sich überschlagen habe, als die Insassen zu fliehen versuchten. "Den Sicherheitskräften gelang es, einen der Verdächtigen festzunehmen und eines der bei der Tat benutzten Fahrzeuge sicherzustellen", teilte das irakische Innenministerium mit. Die Behörden arbeiteten demnach weiter an der Festnahme der übrigen Beteiligten und der Freilassung der entführten Journalistin.
Die Journalistin wurde von Medienrechtsorganisationen sowie von Al-Monitor, einem der Medien, für die sie arbeitete, als die Freiberuflerin Shelly Kittleson identifiziert. Al-Monitor äußerte sich in einer Stellungnahme "zutiefst beunruhigt" über die Entführung Kittlesons und forderte ihre "sichere und sofortige Freilassung". "Wir stehen hinter ihrer wichtigen Berichterstattung aus der Region und fordern ihre rasche Rückkehr, damit sie ihre bedeutende Arbeit fortsetzen kann", erklärte das Medienunternehmen weiter.
Kittleson ist nach Angaben der Stiftung International Women’s Media eine "seriöse Journalistin" mit Erfahrung im Nahen Osten, die in Rom lebt.
Die US-Regierung hatte US-Bürger zuletzt vor wachsenden Risiken im Irak gewarnt, wo der Iran Einfluss auf mehrere bewaffnete schiitische Gruppen hat.
Der Irak hatte erklärt, dass er nicht in den Krieg der USA und Israels gegen den Iran hineingezogen werden wolle. Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit ihren Angriffen auf den Iran begonnen. Der Iran reagierte mit Angriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Raketen und Drohnen fliegen seitdem immer wieder über den Irak hinweg oder treffen auch Ziele in dem Land.
L.Meier--VB