-
Weitere Festnahmen bei Protest gegen Razzien bei türkischen LGBTQ-Aktivisten
-
Nach 1404 Tagen: Vuskovic zurück im HSV-Training
-
Katar: Schließung der Meerenge Bab al-Mandab hätte "katastrophale" Folgen für die Welt
-
Deutsch-französisches Raumflugzeug soll Astronauten ins All bringen
-
WHO: Ebola breitet sich in kongolesischer Unruhe-Provinz Nord-Kivu "exponentiell" aus
-
Krisensitzung in CDU-Zentrale: Merz ruft Präsidium für Wahlabend zusammen
-
Kaliforniens Gouverneur Newsom würde Kamala Harris bei US-Wahl den Vortritt lassen
-
Gegenseitige Schuldzuweisungen nach russischem Angriff mit Leuchtraketen auf dänischen Hubschrauber
-
"Trendbarometer": Union fällt auf niedrigsten Wert seit 2021 - Auch AfD verliert
-
Merz will an Reformkurs festhalten - trotz Wahlschlappe
-
Merz stellt Entlastungen von hohen Spritpreisen in Aussicht
-
Extremsommer lässt in Frankreich heftige Ernteeinbußen befürchten
-
Berichte: Harry und Meghan wechseln Schule ihrer Kinder wegen Sicherheitsbedenken
-
Fast fünf Millionen Menschen im Osten Indiens von Hochwasser betroffen
-
Griechischer Neonazi kündigt nach Haftentlassung Rückkehr in die Politik an
-
Wadephul und Söder geben Merz Rückendeckung: "Wir haben Pflicht zu erfüllen"
-
Krisensitzung in CDU-Zentrale: Merz ruft Bundesvorstand für Wahlabend zusammen
-
Zwei eritreische Regierungsgegner in Deutschland unter Terrorverdacht festgenommen
-
Brutaler, vernetzter, internationaler: BKA sieht Organisierte Kriminalität im Wandel
-
US-Behörde räumt erstmals Munitionsknappheit wegen des Iran-Krieges ein
-
Studie: Wettervorhersagen in ärmeren Ländern deutlich ungenauer
-
EZB-Belegschaft mahnt Transparenz über Lagardes Zukunft an
-
Bericht: Banken kritisieren Energiepolitik in Brief an Ministerin Reiche
-
Mutmaßliche Sabotage: Zugverkehr in weiten Teilen der Niederlande lahmgelegt
-
Oberstes US-Gericht stoppt Trumps Pläne zur Erschwerung der Briefwahl
-
45-Jähriger in Bayern bei Feier in Wohnung tödlich verletzt - Täter flüchtig
-
Nächster Rückschlag: Ouédraogo muss operiert werden
-
Serien "Widow's Bay" und "The Pitt" räumen bei Emmy-Verleihung in Los Angeles ab
-
Medien: Klopps erster Kader ohne Baumann
-
Dieselpreis in den USA steigt auf neues Rekordhoch
-
Zwei eritreische Regierungsgegner unter Terrorverdacht festgenommen
-
Armin Thurnher blickt auf Radsport, US-Open-Finale und Grenzen der Spracherkennung
-
Organisierte Kriminalität: "Verbrechen als Dienstleistung" und junge "Wegwerftäter"
-
"Finale dahoam": Bayern mit erneuter Chance 2028
-
Leichtathletik-WM 2031 findet in München statt
-
Empörung in Dänemark über russischen Beschuss mit Leuchtraketen auf Armee-Hubschrauber
-
Hohe Spritpreise: Diskussion um Entlastung der Verbraucher wieder voll entbrannt
-
Wiener Kindergeburtstagsangebote reichen vom Gemeinschaftsgarten bis zum Sportplatz
-
ESA bringt Satelliten zur Erforschung von Klima und Extremwetter ins All
-
Niederländisches Museum zeigt erstmals seit 1984 seine gesamte Van-Gogh-Sammlung
-
Klaus Nüchtern beschreibt Veränderungen bei Gastgärten und Restaurantbesuchen
-
Polizei findet Waffenlager nahe Landstraße in Rheinland-Pfalz
-
Prominenter brasilianischer Indigenen-Anführer Raoni an Krebs erkrankt
-
Freundin zu Ausreise nach Syrien überredet: Anklage gegen IS-Rückkehrerin in Berlin
-
Luhdorfer Dorffest verbindet am 20. September Flohmarkt und Vereinsangebote
-
Benzinpreis steigt weiter - erneut Allzeithoch erreicht
-
Von Enteignungen bis Neubau: Wohnungsmangel dominiert Wahlkampf in Berlin
-
Institut: Demokratieabbau in den USA ist Vorbild für autoritäre Systeme weltweit
-
DFB: Klopp neu im Kuratorium der Sepp-Herberger-Stiftung
-
KI von Mistral soll TotalEnergies bei Erkundung neuer Öl- und Gasvorkommen helfen
Digitale Gewalt gegen Frauen: Appelle im Bundestag an Verantwortung aller
Hinschauen und Zivilcourage zeigen: In einer Bundestagsdebatte zur digitalen Gewalt gegen Frauen haben Politikerinnen von Regierung und Opposition die Verantwortung aller betont. "Wir müssen eine Gesellschaft sein, die auf alle achtet", sagte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) am Mittwoch in der Aktuellen Stunde im Parlament. "Wir müssen hinschauen und helfen, wenn Frauen, Kindern, wenn Männern Gewalt angetan wird. Wir müssen jede Gewalt ächten."
Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD hatten die Aktuelle Stunde mit dem Titel "Jegliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen bekämpfen – Staatliche Aufgabe und gesellschaftliche Verantwortung" beantragt. Justizministerin Hubig sagte in der Debatte, wenn Frauen zu Opfern gemacht werden sollen, "dann müssen wir alle widersprechen". Die SPD-Politikerin verwies auf die Betreiber von Internet-Plattformen, die "den Nährboden" für sexualisierte Gewalt im Internet böten und die künftig stärker in die Pflicht genommen würden.
Digitale Gewalt dürfe "kein Geschäftsmodell sein", sagte die Ministerin. Die Betreiber trügen "Verantwortung für ihre Nutzerinnen und Nutzer und dafür, dass auf ihren Seiten Menschen digital Gewalt anwenden". Hubig verwies auf das geplante digitale Gewaltschutzgesetz, das demnächst in den Bundestag eingebracht werden soll. Das Gesetz könne Betroffenen helfen, indem Strafbarkeitslücken geschlossen würden. So umfasse ein neuer Straftatbestand "umfassend bildbasierte sexualisierte Gewalt".
Zudem sollten sich Opfer solcher Gewalt künftig besser wehren können, indem sie etwa Schadensersatzansprüche leichter durchsetzen und Accountsperren durchsetzen können sollen, sagte Hubig. Auch werde die elektronische Fußfessel eingeführt. "Kein Täter soll sich sicher fühlen."
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) betonte in der Debatte ebenfalls die Notwendigkeit eines "zeitgemäßen Strafrechts, das den technologischen Entwicklungen standhält". Zugleich brauche es ein gesellschaftliches Klima, in dem sich Opfer von digitaler Gewalt im Internet auch trauten, die Taten anzuzeigen. "Es liegt an uns, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem es nicht mutig ist, einen Gewalttäter anzuzeigen, sondern selbstverständlich."
Nach Ansicht von Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge sind "sexualisierte Gewalt und Übergriffigkeit gegen Frauen (...) strukturell in unserer Gesellschaft verankert". Sexismus werde toleriert, diese Haltung müsse sich ändern. Das Strafrecht biete nur die Möglichkeit, sich zu wehren, "wenn die Gewalt schon passiert ist". Die Gesellschaft müsse zu einer anderen Kultur kommen, "wo die sexualisierten Kommentare, wo die blöden Witze am Rand nicht mehr einfach akzeptiert werden". "Wir alle sind gefragt, um eine Gesellschaft zu kämpfen, die Frauen mit Respekt begegnet."
Die Linken-Abgeordnete Kathrin Gebel kritisierte mit Blick auf den Fall der Schauspielerin Collien Fernandes, dass erst Bewegung in die Debatte um sexualisierte Gewalt im Internet gekommen sei, weil der mutmaßliche Täter "ein prominenter Mann" sei. Fernandes erhebt in diesem Zusammenhang schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen. In Spanien brachte sie ihre Vorwürfe zur Anzeige.
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) nannte den Umgang mit Gewalt gegen Frauen einen "Gradmesser für Zivilisation und für Anstand". "Und wer Anstand hat, nimmt die Verherrlichung von Gewalt gegen Frauen eben nicht hin. Noch nicht mal in Songtexten, in Witzchen oder in Videospielen." Daher sollte jeder "die Pflicht anerkennen, einzuschreiten, wenn Mädchen und Frauen herabgewürdigt werden", sagte Klöckner. "Es beginnt mit der eigenen Alltagsverantwortung und nicht erst bei prominenten Fällen."
M.Schneider--VB