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Schrumpfen der Kirchen in Deutschland ungebrochen - weniger Austritte
Das Schrumpfen der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland hält ungebrochen an. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Mitglieder der Großkirchen um etwa 1,13 Millionen, wie aus den von der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Montag veröffentlichten Statistiken für 2025 hervorgeht. Grund für den anhaltenden Rückgang sind weiter hohe Austrittszahlen sowie Sterbefälle.
Die Zahl der Katholiken sank nach der Statistik um etwa 550.000 auf 19,22 Millionen. Damit sind noch 23 Prozent der Gesamtbevölkerung katholisch. Der Hauptgrund für das Schrumpfen bleiben Kirchenaustritte. Deren Zahl lag mit 307.117 um gut 14.000 unter dem Vorjahreswert und war die niedrigste Zahl der vergangenen fünf Jahre.
Die Zahl der Protestanten verringerte sich noch etwas stärker um rund 580.000 auf etwa 17,4 Millionen. Die Zahl der Kirchenaustritte blieb nach der von der EKD veröffentlichten Statistik mit rund 350.000 auf dem Niveau des Vorjahres.
Für die katholische Bischofskonferenz erklärte deren Vorsitzender Heiner Wilmer die Statistik sei ein "Spiegelbild unserer Kirche". Der Hildesheimer Bischof nannte es ein schönes Zeichen, dass sich der Anteil der Gottesdienstbesucher leicht erhöht habe und die Zahlen bei Erstkommunion und Firmung stabil geblieben seien. Er bedaure aber die nach wie vor hohe Zahl von Kirchenaustritten.
G.Schmid--VB