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Linken-Chef van Aken distanziert sich von Anschlag auf Berliner Stromnetz
Linken-Chef Jan van Aken hat sich von dem mutmaßlich linksextremistischen Angriff auf die Stromversorgung in Berlin distanziert. "Das ist eine Aktion, das geht überhaupt nicht", sagte van Aken am Montag in der Sendung "Frühstart" von RTL und ntv. Er kritisierte die Argumentation der möglichen Täter, mit Villenbesitzern in den betroffenen Stadtteilen wenig Mitleid zu haben.
In den Häusern wohnten unter anderem alte Menschen, die nun frieren müssten. "Da habe ich ganz großes Mitleid", betonte van Aken. Zudem wies der Parteivorsitzende Kritik daran zurück, dass sich die Linke bisher kaum zu dem Vorfall geäußert habe. Die Tat gefährde Menschenleben, sagte van Aken. "Das ist überhaupt nicht akzeptabel, und das haben wir klipp und klar gesagt."
Seit Samstagfrüh waren insgesamt 45.000 Haushalte und 2200 Gewerbeeinheiten im Südwesten Berlins von der Stromversorgung abgeschnitten. Am Sonntagabend waren nach Angaben des Energieversorgers Stromnetz Berlin noch mehr als 30.000 Haushalte und rund 1700 Gewerbekunden in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf und Wannsee betroffen. Erst am Donnerstag soll die Stromversorgung wieder komplett wiederhergestellt sein.
Der Brand an einer Kabelbrücke am Teltowkanal und der darauffolgende Stromausfall war nach Erkenntnissen der Behörden durch Brandsätze verursacht worden. Aller Wahrscheinlichkeit nach geht der Anschlag auf das Konto von Linksextremisten, laut Polizei liegt ein Bekennerschreiben einer Organisation namens Vulkangruppe vor. Diese bekannte sich unter anderem auch im März 2024 zu einem Brandanschlag auf das Tesla-Werk im brandenburgischen Grünheide.
F.Wagner--VB