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Hunderte Bombendrohungen bundesweit: Razzia bei teils jugendlichen Verdächtigen
Nach hunderten Bombendrohungen bundesweit ist das Bundeskriminalamt (BKA) mit einer Razzia gegen Mitglieder der mutmaßlich verantwortlichen Gruppe vorgegangen. Es gab am Dienstag Durchsuchungen bei vier teilweise noch minderjährigen Beschuldigten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen sowie einem jugendlichen Zeugen in Sachsen-Anhalt, wie die Behörde in Wiesbaden mitteilte. Die Verdächtigen sollen E-Mails mit vorgetäuschten Drohungen etwa an Schulen und Bahnhöfe geschickt haben.
Laut BKA lösten die E-Mails "in hunderten Fällen" teils großangelegte Polizeieinsätze und Evakuierungen aus. Im Jahr 2024 waren unter anderem Einkaufszentren in Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen, ein Bahnhof im Saarland, ein Gebäude des Mitteldeutsche Rundfunk in Magdeburg sowie Schulen und andere öffentliche Einrichtungen betroffen. Weitere vergleichbare Taten betrafen demnach das Nachbarland Österreich.
Die Verdächtigen hätten dabei "als Teil einer überregional agierenden Tätergruppierung" agiert, hieß es. Mutmaßlich um die Drohwirkung zu verstärken, hätten E-Mails häufig einen "islamistischen Bezug" gehabt. Eine "religiös motivierte Tatmotivation" habe sich bei den Ermittlungen aber nicht nachweisen lassen. Alle Drohungen seien zudem falsch gewesen.
Nach Angaben der Ermittler agierten die Verdächtigen "rein virtuell" in einer Messengergruppe namens "Schweinetreff". Es geht demnach unter anderem um den Vorwurf der Bildung einer kriminellen Gruppierung. Ziel der Beschuldigten sei es gewesen, den öffentlichen Frieden zu stören, die Bevölkerung größtmöglich zu verunsichern und sich an der Reaktion der Behörden und der großen öffentlichen Aufmerksamkeit "zu erfreuen".
Bei den Durchsuchungen wurden Beweismittel wie elektronische Geräte und Speichermedien beschlagnahmt. Von Festnahmen war aber nicht die Rede.
Laut Bundeskriminalamt waren die vier Verdächtigen, unter den sich zwei Jugendliche befinden, durch Ermittlungen nach Bombendrohungen in Österreich ins Visier geraten. Durch die dortigen Behörden sowie den folgenden Informationsaustausch mit der deutschen Seite seien umfassende Beweise zu Verdächtigen und deren Vernetzung untereinander erlangt worden. Auf diese Weise seien die Beschuldigten in Deutschland identifiziert worden.
Die Razzia zeige, "dass das Internet trotz vermeintlicher Anonymität keinen rechtsfreien Raum darstellt", erklärte BKA-Vizepräsident Sven Kurenbach. Er wies zugleich auf mögliche finanzielle Folgen für die Verantwortlichen hin. Durch die Großeinsätze entstünden hohe Kosten.
Die Ermittler wiesen außerdem auf psychologische Auswirkungen und Sachschäden durch die Beeinträchtigung der Betriebsabläufe etwa im Geschäfts- und Verkehrsbereich hin. Insbesondere Evakuierungen an Schulen wirkten sich "belastend" auf die oft jungen Betroffenen aus.
Geführt wurden die Ermittlungen gemeinsam vom BKA und einer bei der Generalstaatsanwaltschaft im hessischen Frankfurt am Main angesiedelten Spezialabteilung zur Bekämpfung von Internetkriminalität. Deren Leiter Benjamin Krause erklärte, es handle sich bei den vorgeworfenen Taten "nicht um harmlose Streiche, sondern um Straftaten". Wer Drohungen verschicke, müsse "mit einer konsequenten Strafverfolgung" rechnen.
D.Schlegel--VB