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Getöteter Arzt in Chemnitz: Prozessauftakt gegen Witwe und zwei weitere Verdächtige
Zehn Monate nach einem tödlichen Gewaltverbrechen an einem Arzt aus Chemnitz hat der Prozess gegen die Witwe des Manns und zwei weitere Verdächtige begonnen. Am ersten Verhandlungstag wurde die Anklage verlesen, wie eine Sprecherin des Landgerichts in der sächsischen Stadt am Mittwoch sagte. Den Beschuldigten wird gemeinschaftlicher Mord vorgeworfen.
Auf der Anklagebank sitzen neben der Witwe auch eine ihrer Angestellten sowie deren Freund. Sie sollen den Arzt im März 2024 in seiner Chemnitzer Wohnung mit Messerstichen und stumpfer Gewalt gegen den Kopf getötet haben.
Laut Anklage handelten sie aus Habgier, um durch den Tod des Arztes einen finanziellen Vorteil zu bekommen. Außerdem sollen sie den Mord heimtückisch begangen haben, weil der Arzt spät in der Nacht keinen Angriff erwartete.
Die Verdächtigen äußerten sich laut Staatsanwaltschaft bislang nicht zu dem Vorwurf beziehungsweise bestritten die Tat. Die Mordanklage stützt sich auf Spuren vom Tatort, beschlagnahmte Gegenstände sowie die Auswertung von Handys und Laptops.
Die 52-jährige Angestellte und ihr 62-jähriger Freund wurden im April festgenommen, die Witwe wurde im September gefasst. Seitdem sitzen sie jeweils in Untersuchungshaft.
D.Bachmann--VB